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Der jüdische Wille · 1933-09-01 · Heft 1 (September 1933) · page 14

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
1 (1933)
Issue
Heft 1 (September 1933)
Date
1933-09-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Ich glaube, man muß Konrad Jacoby darin zustimmen, daß das K J.V, ein« Aufgabe in Palästina hat, um derentwillen es notwendig und lohnend ist, unsere Arbeit weiterzuführen. Im K.J.V, hat sich im Laufe der Jahrzehnte eine eigene und, wie ich glaube, wertvolle politisch-erzieherische Tradition entwickelt* Es ist immer eine Stätte temperamentvoller und doch verantwortungsbewußter zionistischer Auseinandersetzung gewesen. Dabei sind unsere Menschen durch die bundesbrüderliche Atmosphäre dazu erzogen worden, im Diskussionsgegner, trotz erheblicher inner zionistischer Differenzierung, den Bundesbruder zu sehen und ihn freundschaftlich zu respektieren. Diese Tradition hat es m. E. ermöglicht, in der allgemeinen zionistischen Politik in Deutschland Formen für Auseinandersetzung und Zusammenarbeit zu finden, die für die innere Einheit und Geschlossenheit der zionistischen Organisation von großer Bedeutung waren« Diese Tradition auch in Palästina fortzusetzen, erscheint mir in Uebereinstimmung mit Konrad Jacoby angesichts der parteipolitischen Zerrissenheit des Jischuws wichtig und nötig. — Die Formen jedoch, in denen das K.J.V. als Träger einer solchen Tradition sein Leben in Palästina gestalten soll, können von der Galuth her nur sehr schwer aufgezeigt werden. Die Vorstellungen, die wir uns hier insoweit machen, werden wahrscheinlich erheblich von der Wirklichkeit Palästinas korrigiert werden. In jedem Falle werden wir uns davor hüten müssen, mit den Realitäten des Landes in unfruchtbare Konflikte zu geraten. Aufgabe unserer Bundesbrüder, die bereits im Lande Fuß gefaßt haben, bzw. hinübergehen, wird es sein, hier die richtigen Wege zu suchen, und den noch in Deutschland Arbeitenden die nötigen Anregungen zu geben. Mit diesen Vorbehalten möchte ich dem im Rundschreiben von Konrad Jacoby dargelegten Plan einer landwirtschaftlichen Siedlung des K.J.V. in Palästina zustimmen. Denn ich glaube, daß das Kartell der oben skizzierten Aufgabe, seine politische Tradition in Palästina fortzusetzen, nur gerecht werden kann, wenn ein Kern des Bundes geschlossen siedelt. Darüber hinaus bin ich der Ansicht, daß auch die Bildung von Handwerkergruppen und gewerblichen Betrieben, die von Bundesbrüdern gemeinsam geführt werden, anzustreben ist. Dazu, ob dies durchführbar ist, werden ebenfalls unsere Bundesbrüder in Palästina Stellung nehmen müssen. Die Bundesbrüder, denen es wirklich vollkommen unmöglich ist, Beiträge zu zahlen, bitten wir, uns das mitzuteilen. Wir bitten aber, sich vorher wirklich zu überlegen, ob eine Beitragszahlung wirklich ausgeschlossen ist. Durch diese Mitteilung wird die Heraussendung einer Nachnahme vermieden, was Buch die Un* annehmlichkeit und uns viel Arbeit und Porto erspart. Gleichzeitig bitten wir nochmals dringend, allen Anfragen Rückporto beizulegen. Das Finanzressort, tt

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