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Der jüdische Wille · 1933-09-01 · Heft 1 (September 1933) · page 10

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
1 (1933)
Issue
Heft 1 (September 1933)
Date
1933-09-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Volke und am Lande, Diesem Dienst gerecht zu werden, wird unser aller Bemühen sein. Also sei mein Abschied von Euch in der Golah, mein Gruß an die Bundesbrüder im Lande und an die hoffentlich vielen, die nach mir kommen werden, ■.■Sit Lehithraoth baarez, Schalom, Euer Bundesbruder Paul Hirsch, Die Zukunft unserer Arbeit. Eine Betrachtung der zukünftigen Arbeit des Kartells muß ausgehen von der Lage, wie sie in dem Bericht des Präsidiums niedergelegt ist. Daraus ergibt sich, daß hier in Deutschland von dem aktiven Kartell wenig übrig geblieben ist, und daß etwa 70% unserer jüngeren Bundesbrüder umgeschichtet haben, In den Hachscharahgruppen selbst ist vorerst von einem Gruppenleben wenig zu spüren. Es herrscht hier noch zu sehr die Vorstellung einer individuellen Vorbereitung auf einen neuen Beruf vor, ohne daß man gewillt ist, gemeinschaftliche Aufgaben anzupacken und ein eigenes kulturelles Leben zu gestalten. Wir hoffen, daß wir durch die nachfolgenden Zeilen Anregungen für die Diskussionen in den Gruppen geben können. Wir sind uns jedoch darüber klar, daß ein Fortschritt hier nur erzielt werden kann, wenn in den Gruppen selbst das Bedürfnis zur Diskussion erwacht. Wir wissen auch, daß die eigentlichen Entscheidungen nur aus der Arbeit und dem Leben der Gruppen selbst erwachsen können. Die Lage der Juden in der ganzen Welt wird die jüdische Jugend in immer steigendem Maße zur Umschichtung zwingen. Für uns Zionisten ist ja hiermit gleichzeitig das Ziel einer körperlichen und geistigen Regeneration des jüdischen Volkes verküpft. Wenn es früher ein Ziel war, Menschen zu Zionisten zu erziehen, die die organisatorische und propagandistische Arbeit in der Galuth übernehmen konnten, so glauben wir, daß heute dieser Erziehungstypus keiner einzigen Organisation, auch nicht dem K.J.V. selber, das <}epräge geben darf. Zwar soll die Wichtigkeit dieser politischen Arbeit weder für die Galuth noch für Palästina unterschätzt werden. Die Zionisierung des deutschen Judentums, welches bei der heutigen Lage, erschüttert ist, ist «ine gewaltige Aufgabe, zu deren Bewältigung es vieler Kräfte bedarf. Wir haben aber heute die Verantwortung für unsere Menschen auch in beruflicher Hinsicht und glauben, daß das Gesicht des K.J.V. nunmehr von denjenigen Bundesbrüdern und insbesondere von denjenigen Gruppen bestimmt wird, die zur Hachscharah gegangen sind. Bei ihnen wird sich zeigen, ob es uns auch als Gruppe gelingt, der heutigen jüdischen und zionistischen Situation gerecht zu werden. Deshalb werden wir nur noch Menschen werben und aufnehmen, die wir — evtl. nach einer kurzen Vorbereitungszeit •— in unsere Hachscharahgrtippen eingliedern können. Die politische Arbeit wird später von •denen geleistet werden müssen, die diese Hachscharah, auch in geistiger Beziehung, durchgemacht haben. Vielleicht wird es sich dann auch bei uns durchführen lassen — was in anderen Gruppen schon seit Jahren der Fall ist daß Menschen, die einige Jahre in Palästina gearbeitet haben, hierher zurück" kommen und die zionistische Werbe- und Erziehungsarbeit hier in der Galuth für einige Zeit leisten. In den Hachscharabgruppen wird, da in ihr immer wieder Mensche^ auftauchen werden, deren zionistische Bildung unzureichend ist, nach wie vor zionistische Erziehungsarbeit durch Darstellung der Problem« des Zionismus

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