Mannheim
Compact Memory

Der Anfang · 1914-07-01 · Heft 4 (Juli 1914) · p. Seite 120

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 4 (Juli 1914)
Date
1914-07-01
Page
Seite 120 (sequence 30)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2709933-3186119-3186122--632-3186687
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ich in meinem Aufsatz nicht berichtet« Ob dieses Abrücken von den Guttemplern energisch war oder nicht, kann wohl der am besten beurteilen, der an der Tagung teilgenommen hat, was wohl bei dem Schreiber, nicht aber bei Dr. Wilker der Fall ist. ad 4. „Lediglich Erfüllung gewisser Mindestforderungen" — gerade diese enthalten die geleugnete Forderung einer reinlichen Scheidung von den Guttemplern. E. B. Sachse, Bonn Herr Dr. Wilker erklärt in einer Zuschrift an uns, er habe Heft 9 des „Anfangs", in dem es hieß: „Dies Heft wird Herrn Dr. Wilker zugesandt werden", nicht erhalten. Wir bedauern das um so mehr, als wir, unbeschadet alles dessen, was wir sonst gegen Herrn Dr. Wilkers Kampfesweise haben, ihm das Zeugnis ausstellen müssen, daß er uns seine Angriffe stets zuschickt, obwohl er weiß, daß wir sie aus bekannten Gründen konsequent ignorieren. Wir stellten also fest, daß wir s. Z. unserm Verlag ausdrücklich Anweisung gegeben hatten, Herrn Dr. Wilker das betr. Heft zuzusenden. Jetzt können wir leider nicht mehr feststellen, wo der Fehler liegt. Wir halten es für eine selbstverständliche journalistische Anstandspflicht (die freilich uns gegenüber fast nie geübt wird), dem Angegriffenen den Angriff mitzuteilen. Die Beddktion. „Reporterehrlichkeit" Vincent antwortet: „Reporterehrlichkeit" kommt in einem Augenblick, da mein Aufsatz, der im September 1913 entstand, mir längst fremd geworden ist. Und nicht nur mir — ich halte ihn überhaupt für veraltet. Darum nur ein Wort für meine Gesinnung, an der das Wort „Reporterehrlichkeit" vorbeitrifft: Nie habe ich die „schrankenlose Ehrlichkeit" als einen Wert bezeichnet, immer nur als ein Mittel. Als ein Mittel, neben dem viele andere möglich und nötig sind. Es ist kein Zufall, daß ich nirgends eine ethische Begründung der Ehrlichkeit versuchte und den Begriff „Wahrheit" gar nicht in die Diskussion einführte. Mein Aufsatz (der natürlich auch keine „Vorschriften" oder bindende Anweisungen enthielt), sollte nur eine morgendliche Fanfare sein — nicht liegen zu bleiben. Er bedarf sehr der Ergänzung; als solche sehe ich Bundschuhs Variationen an. Das letzte Wort ist mit ihnen freilich nicht gesagt; ich will versuchen, in einem weiteren Aufsatz das ganze Thema in größerem Zusammenhang noch einmal von Grund aus zu erfassen. — Umschau Bericht über den XIV. Freistudententag in Weimar. Blau schien sich darüber zu streiten, ob die Fr.-St. dem Corda-fratres-Bund anzuschließen sei; ob man den „Reformkorporationen" auf irgendeine Weise Mitarbeit ermöglichen könnte; 120

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.