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Der Anfang · 1914-07-01 · Heft 4 (Juli 1914) · p. Seite 118

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 4 (Juli 1914)
Date
1914-07-01
Page
Seite 118 (sequence 28)
Language
German
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mich auch weiter davon überzeugen können, daß gerade diese Redner am ausfälligsten werden. Wahrscheinlich, weil sie weder mit der Logik ihres Denkens, mit der Stärke ihres Gefühls, noch mit den Einfallen ihrer Phantasie tiberzeugen können, versuchen sie durch Schnoddrigkeit sich eine Eigenart auszuprägen und aufzufallen. Schnoddrigkeit jedoch schließt Senilität keineswegs aus. Ich habe vielfach gefunden, daß die in ihren Aussprüchen äußerst „radikalen" Kameraden in persönlich-jugendlichen Angelegenheiten jeden Mutes und jeder Kampfesfreudigkeit ermangeln. Jeder Wandervogelschüler, der gegen Hemmungen eine Fahrt durchsetzt, ist ein Stück Jugend. Nicht aber wer von Jugend redet und schon als Primaner in die Gemeinschaft des Cafehauses flüchtet; oder wer als Student die große Glocke schlägt, sich aber während seiner Schülerzeit die Mitarbeit am „Anfang" hat verbieten lassen. Denn jede Art von Schwäche und dekadenter Erscheinung schließt innere Jugendlichkeit aus. Und die Waffen, die die Jugend in ihrem Kampfe um ihr Recht ergreifen müssen, bleiben übernommene Waffen: ihr bloßer Gebrauch schützt keineswegs vor eigener Unjugendlichkeit und hat mit kriegerischen Instinkten vielleicht gar nichts zu tun. — Trotzdem bin ich schon damals zu dem Schlüsse gekommen: „Heute aber ist der Kampf der einzig mögliche Ausdruck eines tatkräftigen und positiven Willens zur Jugendlichkeit" Und dabei bleibe ich. Barbizon Wandervogel Etlichen Tübinger Wandervögeln zum Privatgebrauch. Maikäfer, flieg! Wir wollen keinen Krieg, Wir wollen unser Kinderland Wickelband und Zuckerkand — Maikäfer, fliegt Bücher Selbstanzeige. Viele Kameraden werden finden, daß ich in meiner Schrift „Die neue Jugend und die Frauen" die Idee der Jugendkultur verflacht habe. Es ist darin nichts gesagt von unserem Glauben, daß mit diesen Jahren eine neue Epoche der Geistesgeschichte beginnt; es wird psychologisch, soziologisch argumentiert, nicht von unserem Standpunkt gesehen; die Änderung der Außenwelt in die Mitte gerückt, als wären sie das Wesentliche, das Innen und nicht das Außen; alles ist in einer Sprache gesagt, die allgemein, gemein ist, als käme sie aus einer Zeitungsredaktion und nicht aus einem Orden. — Weil das Tatsächliche dieser Ausstellungen richtig ist, will ich entgegensetzen. Sprache ist ein Scheidemittel; die neue Gemeinschaft findet in ihr neue Symbole, Begriffe und Worte und sondert so jene die zusammengehören, von den Fremden. Aber es gibt auch eine Sprache, die Verständiglingsmittel ist, die getrennte Kreise verbindet: Jugend und Alter. In dieser Sprache habe ich geredet, denn meine Schrift IIS

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