Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 2. Jahr (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- Seite 117 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Kleine Betträge Kampfesweise In Nr. 10 des „Anfangs" (Februar 1914, Seite 315) schreibt Barbizon: „Überhaupt müssen sich alle diejenigen, die sich in unseren Kampf stellen, ernstlich und innerlich klar sein, daß die Waffen, die wir gezwungen sind zu ergreifen und zu fuhren, um der Jugend ihr Recht zu erkämpfen, an sich unjugendlich sind. Es sind übernommene Kampfesweisen. . . . Trotzdem wer . . . die Waffen ergreift . . . aus Gefallen daran und persönlichem Befriedigungsbedürfnis, ist innerlich unjugendlich." Dagegen wende ich ein und zwar, um die Sache ganz klar herauszustellen, für mich persönlich: „Nein, ich bin mir absolut nicht klar darüber, daß die Waffen usw. unjugendlich sind, im Gegenteil ist mir die Existenz des „Anfangs*4 und seine Kampfesweise, seine und meine eigene Tonart, die Diskretion der Redaktion usw., all dies ist mir in seiner Notwendigkeit innerlich aufs unerschütterlichste evident und im Augenblicke, wo das nicht mehr der Fall ist, werde ich zurücktreten. — — Sie verurteilen den, der „Gefallen" und „Befriedigung" daran findet. Gerade dies nennt Wyneken als Vorzug des „Anfangs" (die Neue Jugend, S. 43). Also „schnodderige Art zu polemisieren" kann wohl am Platze sein für einen, dem's liegt. Verbindliche Regel soll es ja deshalb nicht werden. Und wenn Wyneken „adelige Kampfesweise'4 predigt, so kann er doch unter allen Umständen damit nicht eine äußerliche Wohlposiertheit im Auge haben. Das Ganze ist ein schönes Beispiel für Grete Radts Urteil über den Sprechsaal in Nr. 11 des „Anfangs": „Die Jugend. . . steht vor dem Spiegel und probiert, was ihr gut steht und was ihre Jugendlichkeit heben könnte — wie eine ältere Dame." Also: Nicht immer sagen: „Der »Anfang' ist keine normale Erscheinung" usw. Das innerlich Evidente muß sich in jedem Augenblick durchsetzen, und wenn dabei etwas objektiv Unerfreuliches herauskommt ... ja um aller Teufel willen, ist denn der „Anfang" dazu da, um mit Gewalt zu beweisen, daß an der heutigen Erziehung und ihren Resultaten alles in Ordnung ist?? Mono Antwort Mono verschiebt die Fragestellung. Kriegerische Instinkte, die Lust am Kampfe und schneidige Kampfesweise habe ich niemals als „unjugendlilh" bezeichnet. Es handelt sich um etwas anderes. Der wesentlichste Satz in meiner Kritik war: „Redner, die reden um zu reden, sollten unbedingt schweigen. Das ist die einzige Art, in der s i e Jugendkultur fördern können." Diesen Satz verschweigt Mono. Mit ihm hängt aber das andere eng zusammen. — Ich habe 117