Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 2. Jahr (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- Seite 111 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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der Wandervogel verboten. Haas glaubte eine Schulgruppe zu haben, Wiesenthal gründete eine. Osten und Zietzschmann gingen noch nicht an die Gründung einer solchen. Daraufhin riefen die Ortsgruppen eine Versammlung aller Freunde des Wandervogels zusammen, und hier hielt Professor Fei gel (Duisburg, Realgymnasium) eine Rede über die Verschuktng*). Es wurde ein Ausschuß gebildet zur Verteidigung der Wandervogelangelegenheiten. Gleichzeitig wurde ein Rundschreiben erlassen mit dem Inhalt, daß die Eltern eine Verschulung nicht wünschten. Dieses wurde von vielen Hunderten von Bürgern unterzeichnet und daraufhin dem Ministerium unterbreitet mit der Bitte um Äußerung hierzu. Es kam jedoch keine Antwort. Nach den Oster« ferien beauftragte der Direktor des Realgymnasiums einen Schüler und Wandervogel mit der Gründung einer Schulgruppe. Die Satzungen sollten wieder die (unten angeführten) sein, die die Direktoren ausgearbeitet hatten. Diese Satzungen waren schon von einer Gruppe einer benachbarten Stadt angenommen worden (die übrigens aus dem E. V. ausgeschieden wurde). Der Schüler gab die Satzungen zurück und bedauerte, eine Schulgruppe nicht gründen zu können, da er nicht gegen seinen Bund wirken könne. Er fiel in Ungnade und der Direktor unternahm keine weiteren Versuche zur Gründung einer Schulgruppe. Indessen hatte der Landtag seine Beratungen abgehalten und der Abg. Traub hatte auf die Duisburger Verschulung hingewiesen. Eine Antwort vom Ministerium kam jedoch immer noch nicht. Das Pfingstfest kam immer näher mit seinen Ferien und man bat die Direktoren, vorläufig das Verbot aufzuheben, bis endgültiger Bescheid aus Berlin käme. Die Antwort hierauf war eine Verschärfung des Verbotes. Man wandte sich hierauf an die Regierung in Düsseldorf. Da diese jedoch nicht zuständig war, hierüber zu entscheiden, gab sie die Sache weiter ans Provinzial-Schulkollegium in Koblenz. Hiervon wurden wir unterrichtet. Einige Tage vor Beginn der Ferien wurde noch eine Depesche nach Koblenz gesandt mit der Bitte um Beschleunigung. An einem der nächsten Tage erschien der Provinzial-Schulrat Reese, der eine Besprechung mit den Direktoren hatte. Das Ergebnis der Besprechung war zwar nicht eine - Auf» *) Prof. Feigel hat auch im „Deutschen Philologenblatt1' über die Duisburger Verhältnisse einen größeren vielbeachteten Aufsatz geschrieben. III