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Der Anfang · 1914-07-01 · Heft 4 (Juli 1914) · p. Seite 100

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Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 4 (Juli 1914)
Date
1914-07-01
Page
Seite 100 (sequence 10)
Language
German
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dfhipellos erzeugt und von einer gedankenlosen liberalen Presse geduldet und verbreitet worden ist, ein tiefes Mißtrauen der Eltern, ein Zurückscheuen der Jugend, wenn man den angeblich „radikalen" Flügel der Jugendbewegung zu sich rechnet. Oegen dies Bedenken ist freilich kein Kraut gewachsen. Aber es kommt zu spät. Die Jugendbewegung, deren Ausdrucksmittel u. a. der „Anfang" ist, ist nun einmal da und wird weiter gehen. Sie bekennt sich zum freideutschen Panier und kann nicht einfach abgelehnt werden. Und man hat nun doch einmal auf dem Hohen Meißner ein Banner aufgepflanzt. Der Aufruf pxm Fest und die Einigungsformel sind doch nun einmal Urkunden, die zu verleugnen Scham und Selbstachtung verbieten. Mag sein, daß man dort etwas weiter gegangen ist, als man sich vorgenommen hatte: jetzt gilt es, den im Enthusiasmus gewählten mutigeren Weg mit Festigkeit zu Ende zu gehen. Wir wollen nicht darüber streiten, welcher Weg der taktisch (oder auch pädagogisch) klügere gewesen wäre: das einmalige Hinstellen des großen Ideals der neuen Jugend, oder das allmähliche Weiterführen von Stufe zu Stufe (aber wer würde die Richtung und das Ziel im Kopf behalten haben?) — wir haben nicht mehr die Wahl und müssen den Kampf mit der Dummheit und Trägheit der Masse aufnehmen, müssen Tag für Tag um die Jugend werben und darauf vertrauen, daß die wirklich Berufenen unsrer Fahne folgen werden, auf der die Worte Freiheit und Wahrhaftigkeit stehen, und nicht sich auch den Rest ihrer Freiheit noch autoritativ und im Dienst fremder Zwecke organisieren lassen wollen. Wir sind nicht dazu da, unsre Marschordre vom Philistertum innerhalb der Jugend zu empfangen, sondern der Jugend ein Bild ihrer Zukunft und ihrer Aufgabe zu zeigen^ groß und streng genug, um Begeisterung zu erzeugen und des Glaubens würdig zu sein. IV. Das Gelübde vom Hohen Meißner darf nicht preisgegeben werden. Damit wäre der ganzen neuen Selbstachtung (die doch die Grundlage aller Selbsterziehung, alles neuen Ernstes und Verantwortlichkeitsgefühls ist) das Rückgrat gebrochen. Es darf nicht .aufgegeben werden, weil es der Auftakt der neuen Jugend* bewegung war und weil wir nicht imstande sind, das Stück 100

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