Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 2. Jahr (1914)
- Issue
- Heft 2-3 (Juni 1914)
- Date
- 1914-06-01
- Page
- Seite 75 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Dialoge sollen nicht Beispiele s£in der Form, sondern in der Art. Sie sind kraß und unzweideutig gewählt, damit man sie nicht „in manchem" billigt Auch müssen wir die Phrase vom „schonenden Ausdruck" vermeiden, da sie oft der Deckmantel der Feigheit ist Ich schlage hier ja&icht vor^ mit welchen VForten wir unsem Eltern entgegentreten sollen, der Anfang ist doch kein Parteiblatt Ich empfehle auch nicht die Art, wie dies am besten zu tun sei, sonst wäre der Anfang ein Hetzblatt Doch in ihm spricht der Geist, nicht die Praxis. Er rät nicht, wie wir handeln sollen, er sagt nur, wie unser Benehmen zu werten ist vom Gesichtspunkt jugendlicher Vorurteilslosigkeit aus. Maßstäbe legt er fest, denn die fehlen vielen unter uns. Meine Ausführungen sollen nur klarlegen, was Ehrlichkeit ist Persönliches Verhalten dürfen wir nicht diktieren, sonst wären wir ja nicht besser als unsre „Vorgesetzten", können wir nicht vorschreiben, weil wir uns nur an solche wenden, idie Vorschriften im Grund Ihres Wesens verachten. Hans: Ja dann — dann hast du recht Aber ich habe dann dich und die Aufgaben des „Anfangs" überhaupt mißverstanden. Nachwort Sehr freuen würde es mich, im „Anfang" oder brieflich entgegengesetzte Ansichten zu erfahren. Ich werde keinem Einwand unter „dreckigem Lachen" begegnen. Den symbolischen Namen setze ich, da ich eine Stimme in der Jugend bin. Mein Name aber ist das Mal, an dem mich meine Feinde verwunden könnten. Ich will nicht verwundet werden, da ich mich nicht mit gleicher Waffe wehren könnte. Darum fordert meine Ehrlichkeit, ihn zu verschweigen. (Briefe an die Redaktion unter meinem Pseudonym erhalte ich.) (Es dürfen nicht einzelne Sätze abgedruckt oder zitiert werden, sondern nur der ganze unverkürzte Aufsatz. D. Red.) Unsere Selbstverwaltung Von einem Untersekmidaner In der Untertertia führte unser Klassenlehrer bei uns die Selbstverwaltung ein. Die Klasse wählte durch geheime Wahl die verschiedenen Kommissionen. Die Hauptstelle nahm die Betragenskommission ein. Sie bestand aus 3 Schülern, die 75