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Der Anfang · 1914-06-01 · Heft 2-3 (Juni 1914) · p. Seite 54

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Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 2-3 (Juni 1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 54 (sequence 18)
Language
German
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Unbefriedigende und Widerliche der üblichen Geselligkeit der Jugend zurückzuführen begann auf den naturnotwendig quälenden Gegensatz von jugendlicher Eigenart und erwachsener Gewohnheit Immer lebendiger wurde die Sehnsucht nach jugendlicher Geselligkeit, nach jugendlichen Formen lind jugendlicher Gemeinschaft. Mit Begierde ergriff diese Gruppe die Idee der Freien Schulgemeinde. Ihr wurde die Lektüre aller Bücher und Jahresberichte, ja aller kurzen Nachrichten, xlte aus Wiekersdorf kamen, zum Erlebnis. Und man dachte daran, sich eine Art unvollkommenes Wickersdorf, zwischen Schule und Elternhaus eingebaut, zu errichten. Selbst abenteuerliche Pläne tauchten auf, vom Auswandern, einer jugendlicfien Hundertschaft und von Einrichtung einer landwirtschaftlichen Jugendgemeinde, die sich selbst erhielte. Indessen bot sich die Gelegenheit, eine Wohnung zu mieten. Und als man im Oktober einzog, da durchdrangen sich die beiden Ideen des Jugendheims und der Jugendgemeinde. Schon in der ersten Diskussion zeigten sich scheinbar unauflöslich die Gegensätze. Die Einen wollten den Sprechsaal aufgeben. Die Anderen hätten am liebsten mehrere Sprechsäle in der Woche abgehalten. Den Einen war der Sprechsaal höchstens ein Propagandamittel, ein Sieb, in dem die Feinen von den* Groben gesondert werden konnten. Den Anderen war er Zentrum und die Hauptsache. Zunächst ließen sich diese Gegensätze überbrücken; denn der Sprechsaal war tatsächlich nötig. Er mußte bestehen bleiben; mindestens als Vorhof. Aber eine Gruppe sonderte sich, ein enger Kreis von solchen, die der Jugendkultur dienen wollten, indem sie neue Formen jugendlicher Geselligkeit (Gemeinschaftsleben) finden wollten: die Grünen. Die Grünen waren die Besitzer des Jugendheims (denn eine Jugendgemeinde konnte es noch nicht genannt werden), die andern waren ihre Gäste. Die Grünen erhielten dafür die administrative Arbeit. Sie konstituierten sich abgesondert. Sie wollten völlig abgeschlossen sein, nur der Sprechsaal am Samstagnachmittag brachte sie in Verbindung mit den anderen. Außerdem war das Jugendheim allen an den Wochentagen nachmittags offen. Ein Zimmer behielten die Grünen für sich, und der Sonntag war „ganz grün". Zwei Organe hatten die Grünen, die freien Zusammenkünfte und die Hausgemeinde. Die Selbsterziehungsarbeit 54

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