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Der Anfang · 1914-05-01 · Heft 1 (Mai 1914) · p. Seite 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 1 (Mai 1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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alten Schulsystem, jetzt repräsentiert und gegen die Freiheit der Jugend ausgespielt vom Bundesleiter des Wandervogels! Der Versuch, den Wandervogel zu fangen, ist ja nun allerdings mißlungen; denn auf dem Gautag in Frankfurt a. O. ist der Beitritt abgelehnt worden. Bleibt nichts übrig als das Hohngelachter über eine Bewegung, die sich in übergroßer Ängstlichkeit zwischen zwei Stühle gesetzt hat. IV. Was ist jetzt die Freideutsche Jugend? Abgesehen von dem Jungwandervogel, der noch dazu gehört, ein Kartell der Freischar und ein paar ähnlicher akademischer Organisationen. Das also ist von der Jugendbewegung übrig geblieben; ein Schwanz der Freischar ist sie geworden. Diese ist ja die Urheberin der Bewegung gewesen; ihre historische Tat war es, den Jugendtag auf dem Meißner anzuregen. Aber es war kein Freischartag, sondern ein Jugendtag. Und wenn man nachher die Leitung der Geschäfte der Freischar überließ, so war es ihr damit anvertraut, die Sache der Jugend zu verwalten. Übrig geblieben aber ist unter ihren Händen nicht viel mehr von der Sache der Jugend, als eben die Sache der Freischar. Wenn die Freischar wirklich die Beschlüsse ihrer Vertreter in Marburg billigt (wir wissen, daß große Kreise in ihr nicht so denken!), so wird sich für sie ihre schöne Tat, die Jnaugurierung der Jugendbewegung, in ein Monument der Schande verwandeln. Was ist jetzt die „F. J."? Ein kleines Kartell etwelcher Vereine. Was war die „F. )."? Eine große, geschichtliche Jugendbewegung. Wer aber gibt den paar Leuten, die jetzt den Namen „F. J." für sich in Anspruch jnehmen, den Namen, der für Tausende das Symbol ihrer Begeisterung war, eigentlich das Recht dazu? Der Freischar-Klüngel soll die F. J. sein? Und das neue Programm? Das jeder Kegelklub und jeder klerikale Studentenverein unterschreiben kann? Ja, schlimmer, das — zum ersten Mal in der Weltgeschichte — geradezu ein Vertrauensvotum der Jugend an die gegebenen Erziehungsfaktoren und ihre Tätigkeit bedeutet — die man ja nur bescheiden „ergänzen" will? Also stillschweigend anerkennt? Das hat noch keine Jugend fertig gebracht, das hat auch noch niemand von. 10

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