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Der Anfang · 1914-05-01 · Heft 1 (Mai 1914) · p. Seite 7

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Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 1 (Mai 1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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also auch der Bund für Freie Schulgemeinden ausscheiden. Nun ist zu sagen: Prinzipiell muß es begrüßt werden, daß man der Bewegung den Charakter der Jugendbewegung wahren will. Aber das hatte ja Wyneken als Vertreter des Bundes schon vor dem Meißnertag zur Sprache gebracht. Damals hatte er auf die Aufforderung, den Aufruf mit zu unterzeichnen, erwidert, daß sein Bund nicht eine Einrichtung der Jugend, sondern eine Einrichtung für die Jugend sei; jugendfreundlich, aber nicht ausschließlich jugendlich; aber die Leitung des Festes hatte ihn gebeten, trotzdem zu unterzeichnen. Und er hatte es dann auch getan. Was dann folgte, ist ja bekannt: daß Wyneken einer von denen war, die am meisten für die freideutsche Bewegung taten, und daß zwischen ihm und der Bewegung das beste Einvernehmen bestand. Er verfaßte den zweiten Aufruf, er hielt am Sonntag auf dem Meißner die große Festrede, und er wrar es vor allem, der auf dem Hanstein die entscheidende Wendung herbeiführte. Damals, als von einigen Richtungen der Versuch gemacht wurde, die Bewegung für ihre Sonderziele einzufangen, gelang es ihm, die aufgeregten Massen zu beruhigen und den Gedanken durchzusetzen, daß die Jugend nur für sich, nur für ihre eigenen jugendlichen Ziele zu kämpfen habe. Daß er damals die Politisierung der Bewegung verhinderte, ist auch von dem freideutschen Ausschuß immer dankbar anerkannt worden. In der offiziell als Bericht herausgegebenen Broschüre heißt es: »Jeder (d. h. abgesehen von den eigentlichen Jugendbünden) versuchte die versammelte Jugend für sein Ideal zu begeistern, ihre Mitarbeit zu gewinnen, gerade sein Problem, also das der Rassenhygiene, der deutsch-völkischen Erziehung, der sozialen Hilfsarbeit usw. der Jugend als Aufgabe zu stellen. ... In ganz anderer Bahn des Denkens bewegte sich Wyneken, als er darauf hinwies, daß im bisherigen Verlauf der Rundsprache von allen möglichen Zielen, die nichts spezifisch Jugendliches an sich hätten, gesprochen worden sei, aber noch gar nicht von der Jugend und ihren besonderen Nöten und Bedürfnissen, also bezeichnenderweise z. B. nicht von der Schule. Als nun die eigentliche Diskussion einsetzte, um das allen Einzelbestrebungen Gemeinsame herauszuschälen oder eine für sie alle gemeinsame Grundlage zu finden, da stellte sich nach und nach mit immer größerer Klarheit heraus, daß Wynekens Einwurf tatsächlich den in der Versammlung schlummernden Gegensatz zweier Grundrichtungen getroffen hatte. . . . Paasches Rede rief Wyneken wieder auf den Plan. Noch einmal hob er hervor, daß auf diesem Jugendtag noch immer die Jugend vergessen sei, daß man sich nicht be- 7

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