Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 12 (April 1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- Seite 388 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Ministerialerlaß „geheim4'. Es ist keinem Kinde möglich, Klarheit zu bekommen. Kein Lehrer, kein Direktor gibt ihm eine klare Antwort. Ruhig läßt man die Kinder zappeln. Die Nachrichten an die Eltern werden zurückgehalten bis zu dem Zeitpunkt, wo die Spannung auf die höchste Stufe gestiegen ist. Mir scheint, es würde viel richtiger sein, die Briefe dieser Art unmittelbar nach der Versetzungskonferenz zu verschicken und am folgenden Tage den sitzenbleibenden Schülern Mitteilung zu machen, gleichzeitig mit dem Hinweis darauf, daß ihre Eltern die Nachricht inzwischen schon erfahren haben. Die Art der Benachrichtigung, wie sie jetzt zum ersten Male geschehen, ist ein Ausfluß desSchulbureaukratismus allerschlimmster Art. Ein Yafey „Der grüne*Ajiker" in Berlin Die in Wien gegründete Hilfsorganisation der Jugend für Jugendliche, „Der grüne Anker*' (siehe Heft 10 des „Anfangs"), tritt jetzt auch in Deutschland mit einer Zentralstelle in Berlin ins Leben. Studenten und Studentinnen., Mitarbeiter des Grünen Ankers", stehen allen Kameraden und Kameradinnen Dienstags, Donnerstags und Sonnabends von 4—6 Uhr zur Verfügung. (Brückenalle 9, Gths. pt., nahe Bahnhof Bellevue, Berlin NW.) Es ist nötig, diesem Unternehmen noch neue Freunde zu gewinnen. Auch Geldmittel sind dringend notwendig. Wer mit geeigneten Persönlichkeiten in Verbindung steht, wende sich an diese. Alle Kameraden, die sich um die Sache bemühen, erhalten von den Herausgebern des „Anfang" Sonderäbzüge des Aufrufes ..Grüner Anker1' unentgeltlich zur Werbearbeit. Bin. Hamburg. ..Ein Gegenvorschlag zu Lisbets ,Briefe fremder Freund e'!u Mit Interesse haben wir den Vorschlag Lisbets aus Wien gelesen, und wir müssen gestehen, daß wir uns in fast der gleichen Lage wie sie befinden. In der Verwirklichung dieses Vorschlages ist nun guter Rat teuer, aber wir haben nachgedacht und möchten jetzt einen Gegenvorschlag, der insbesondere unsere Hamburger Kameraden und Kameradinnen betrifft, machen! Könnten nicht die sich noch unbekannten Kameradinnen und Kameraden postlagernd brieflich Bekanntschaft machen und, durch die Vermittlung des brieflichen Verkehrs, miteinander bekannt werden? Nun wird mancher sagen: „Der Kamerad sitzt in Hamburg, die Kameradin sitzt in Wien!" Um nun diesem Übelstande abzuhelfen, schlagen wir vor. daß doch erst einmal die Hamburger die Hamburger und die Wiener die Wiener kennen lernen könnten. Die Einsamen hätten dann doch wenigstens schon persönliche Be-