Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 11 (März 1914)
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 354 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Ich dachte: Macht es dich besser oder schlechter, wenn du drin bist, wenigstens solange, als du der geknechtete Schüler bist? Nein muß ich sagen, denn vor mir selbst stehe ich immer noch offen, wahrhaftig und treu da. Kann ich meine Religion nicht bekennen, so leb ich nach ihr und beweise durch die Tat, daß sie besser ist als die, die ich bekennen muß. Man zwingt mich noch, mich katholisch zu nennen, noch ein Jahr! Aber eins weiß ich: Mein erster Schritt, wenn ich meine Reifeprüfung habe, ist zu jenem Kaplan, und sag ihm alles ins Gesicht. Dann tret ich aus. Nicht weil ich keine Religion haben will, sondern weil ich leere Worte hasse. Und noch eins für euch, ihr Freunde, die ihr in Bayern lebt, noch mehr als wir unter der Herrschaft der Pfaffen, die jeden Vorwurf der Geistesknechtung mit Entrüstung zurückweisen, eins weiß ich euch, womit ihr euch erfreuen könnt. Wenn ihr wieder beichten müßt, dann tut euch zusammen und schleudert dem „ehrwürdigen Vater an Gottes Statt" all die Vorwürfe gegen dies System, die ihr wißt, entgegen, und wenn ihr nie im Beichtstuhl die Wahrheit gesagt habt, dann tut es jetzt. Das Beichtgeheimnis hindert jenen, euch nahzutreten. Glaubt nicht, daß ich die Achtung vor allem Hohen verloren hab. Im Gegenteil, für alles Schöne und Gute kann ich mich begeistern, wo aber Hohes nicht, doch Mache ist, da werd ich zynisch, denn da tufs not. Bete und wandere Von D. R.} Wien Als die Schulbehörde den Kampf gegen die einseitige geistige Ausbildung und für die körperliche Erziehung eröffnete, hat sie nicht nur durch die sogenannten Jugendspielgelder den nötigen Kriegsfonds geschaffen, sondern es wurden sogar für die Durch- 354