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Der Anfang · 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 349

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 11 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 349 (sequence 29)
Language
German
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Familie fortzukommen. Ich habe diese zuerst an mir gemachte Beobachtung bei allen meinen Freunden bestätigt gefunden. Bei mir zeigte es sich darin, daß ich eine geradezu verzehrende Sehnsucht nach dem Leben in der — Kadettenanstalt bekam und alle dieses schildernden Bücher mit Leidenschaft las. Dies ist um so merkwürdiger, als in unsrer Familie sehr wenig Vorliebe für den Offiziersstand und besonders die Kadettenschulen vorhanden ist. Darum scheute ich mich auch, davon zu reden, und erst recht, ernstlich einen solchen Wunsch zu äußern. Ich kam damals in den „Wandervogel" und fand da ein Surrogat für das, was ich suchte: Loslösung von Haus und Schule — wenigstens zeitweise — und Gemeinschaft mit andern Jungen. Gleichzeitig begann ich nach und nach von den gemeinsamen Veranstaltungen der Familie, besonders von dem abendlichen Vorlesen, wie es bei uns zu Hause üblich ist, fernzubleiben. Als zwei Jahre vorher mein älterer Bruder sich auch von diesen Leseabenden zurückzuziehen angefangen hatte, hatte ich das als sehr häßlich und undankbar gegen unsre gute Mutter empfunden; nun tat ich es selber. Allerdings hatte ich keinen ungetrübten Genuß von diesen mir langsam eroberten Freiheiten: ich hatte immer das unangenehme Gefühl des unrechtmäßigen Besitzes. Um dieses Gefühl nicht aufkommen zu lassen, umgab ich mich mit einem festen Wall von Trotz; besonders gegen die seltenen, aber desto härter treffenden, leisen Vorwürfe meiner Mutter: ich setzte eine höhnische Miene auf und gab nie eine Antwort. Und doch war mir eigentlich ganz anders zumute. Dazu kamen kleine Reibereien wegen mancher Äußerlichkeiten, Ordnung, Reinlichkeit, Pünktlichkeit u. a. m., die mir damals so grenzenlos nichtig und nebensächlich erschienen. Infolgedessen wurde ich immer bissiger, zog mich immer mehr auf den „Wandervogel" und mich selbst zurück und kam so in immer wachsenden Gegensatz zu meinen Eltern. Was ich aus dem Vorhergehenden ableiten möchte, ist folgendes: Als ich neulich einer andern Mutter gegenüber, der ich vorher Wynekens „Gedankenkreis" und andre Sachen zu lesen gegeben hatte, die Notwendigkeit der Trennung Hpr In^nri fu^™

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