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Der Anfang · 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 323

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 11 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 323 (sequence 3)
Language
German
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spricht, da versucht er, das Wesen der heutigen Jugendbewegung von seinen Ideen aus darzustellen und daraus Forderungen für sie abzuleiten. Unsere Erklärungen besagen, daß Wyneken nicht der Schöpfer der Freideutschen Jugend ist, und daß weder er für sie noch diese für seine pädagogischen Bestrebungen verantwortlich sein kann. Mag sein, daß seine Deutung das Wesen der Jugendbewegung trifft, wie es auch ein Teil unserer Preideutschen Jugend glaubt, ein anderer dagegen ablehnt; darüber kann eine Bewegung als Ganzes, die in der Ausprägung ihres gemeinsamen Grundgedankens so viele Gegensätze vereint, natürlich nicht entscheiden. Jedenfalls gehört Dr. Wyneken nach wie vor als Vertreter des Bundes für Freie Schulgemeinden der Freideutschen Jugend an, und wir sehen in ihm — und alle Angriffe von außen gegen seine Person können daran natürlich nichts ändern — einen Mann, der im Kampf für seine Ideale und aus Liebe zur Jugend auch für die Ziele der Freideutschen Jugend eintritt. Dies ist eigentlich selbstverständlich, leider versäumte unser Redner am Montag abend die Gelegenheit, es noch einmal besonders zu erklären." Das ist der gegenwärtige Tatbestand. Er ist nicht sehr erfreulich. Hätte man die zweite Erklärung gleich anfangs, statt der ersten, abgegeben, so wäre alles in Ordnung gewesen. Statt dessen — nach endlosen Erörterungen und nicht ungewarnt -— die erste, die mindestens den Schein eines ängstlichen Abrückens vom Bundesgenossen erweckte, um sich dann durch die Logik der Moral zur zweiten Erklärung gedrängt zu sehen, und so im ganzen ein Bild des Schwankens zwischen Tapferkeit und Ängstlichkeit zu bieten. Man sage nicht: die erste Erklärung war für den, der sie wortgetreu auffaßte, ganz klar; für den Schein können wir nichts. Die Sätze haben eben nicht nur einen Wortlaut, sondern auch einen Ton; sie stehen nicht im leeren Raum, sondern in einer konkreten Situation. In unserm Fall: sie waren eine dem Bundesgenossen erwiesene Unfreundlichkeit im Angesicht des Feindes. Denn eine Versäumnis auch nur des Tones, ein völliges Fehlen jeder kameradschaftlichen Haltung wirkte hier als positive Unfreundlichkeit Und dem Schein sei man immer wehrlos ausgeliefert? O nein. Es gibt etwas, was keinen falschen ^Schein aufkommen läßt, und das heißt: Haltung. Und dafür hatte der Hauptausschuß der Freideutschen Jugend zu^ wenig Sinn. In

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