Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 10 (Februar 1914)
- Date
- 1914-02-01
- Page
- Seite 313 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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die Kräfte der innerhalb des Grünen Ankers Tätigen nicht ausreichen; eine Anzahl Erwachsener sind daher von uns gebeten worden, in schwierigen Fällen zu intervenieren, und haben sich freudig zur Übernahme und Behandlung solch schwieriger Fälle bereit erklärt. Allen Jenen, die die lebendige Beziehung zur Jugend noch nicht verloren haben, ist hier ein Arbeitsfeld von unabsehbarer Weite eröffnet. In solch schwierigen Fällen, die teils persönliche Intervention in der Schule und bei den Eltern erfordern, teils liebevolles Eingehen auf den besonderen Zustand des Hilfsbedürftigen und auf die Eigenart des Falles zählen wir insbesondere: Konflikte im Elternhause, besonders religiöser und moralischerArt. Konflikte in der Schule. Zweifel in der Wahl des Berufes oder elterlicher Zwang in dieser Hinsicht. Zwangsweise Internierungen. Abgabe der Knaben oder Mädchen in bedenkliche Internate. Konflikte im jugendlichen Sexualleben. Körperliche oder geistige Mißhandlung durch Eltern oder Vorgesetzte. Innere Kämpfe und Ringen um die Entfaltung der Persönlichkeit. usw. Für diese Fälle stehen dem Grünen Anker Eltern, Ärzte, Ärztinnen, Juristen, Pädagogen, Hochschullehrer, Abgeordnete, Journalisten usw. zur Seite. Rat, Trost, Verständnis, Hilfe, Ermunterung, Intervention soll den Suchenden in liebenswürdig-kameradschaftlicher Weise zuteil werden. Als Hort der Jugendlichkeit wird der Grüne Anker natürlich die Rechte der Jugend mit aller Kraft vertreten, jugendliche Irrtümer und Mißverständnisse, Übertriebenheiten und Verschrobenheiten aber zu klären und beseitigen suchen. Ist materielle Hilfe rasch nötig, so wird solche in besonders dringenden Fällen durch finanzielle Unterstützung, sonst aber durch Beschaffung^ von Stellungen oder Sicherstellung der Lebenshaltung während der Zeit der Bedrängtheit zuteil werden. Wir wenden uns nun an alle jene, die unserer Sache günstig gesinnt sind, um finanzielle und moralische Unterstützung, um Zusage von Hilfeleistungen und Interventionen. Die Listen unserer Helfenden können nicht groß genug sein. Es kann kein Zweifel bestehen, daß sofort nach öffentlichem Bekanntwerden des Grünen Ankers die Inanspruchnahme desselben in größtem Maße vor sich gehen wird. Wer daher mithelfen will, gebe dies uns rasch bekannt! Wien. Vorträge und Diskussionsführung. Am 15. hielt Herr Dr. Ulimann, Redakteur des „Kunstwart", im Frauenverein einen Vortrag über den Freideutschen Jugendtag. In tem- 31Ü