Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 10 (Februar 1914)
- Date
- 1914-02-01
- Page
- Seite 311 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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auch einmal die Auffassung der heranwachsenden Jugend darüber zu hören. Der »Anfang* ist auch nicht gegründet worden, um die Eitelkeit der verschiedenen Mitarbeiter zu befriedigen, die sich ,gerne einmal in dem grünen Bändchen gedruckt sehen möchten*. Nein, er soll zu gegenseitiger Anregung dienen und einen regeren Verkehr unter der Jugend herbeiführen. ... ist es der Hauptzweck des »Anfang', die Selbständigkeit und Tatkraft anzuregen, indem er möglichst solche Einsendungen zusammenstellt, welche entweder: reinem frischem Gefühlsleben entsprungen sind, oder ein Bedürfnis der Jugend aussprechen und das individuelle Empfinden und Streben der jüngsten Generation schildern ..." 2. Heft IE, März 1911: Bericht über die erste Zusammenkunft der Mitarbeiter in Berlin. „Die verschiedenen Vorschläge der Anwesenden (12) stimmten im allgemeinen darin überein, daß der „Anfang" sich mehr zu einer Zeitschrift entwickeln müsse, worin die Forderungen der Jugend, im ideellen sowie im praktischen Sinne, zum Ausdruck kommen. Im ganzen weniger Lyrik. Lyrik im Anfang interessiert als Entwicklungsstufe eines Talents. Tritt sie zu massenhaft auf, so vermindert sich dieses Interesse bei den Lesern. (Gleichfalls in diesem Sinne hat die Redaktion verschiedene Briefe erhalten.) Das Arbeitsfeld müsse in Zukunft besser organisiert werden. Es müsse sich ein Kern von Mitarbeitern bilden, die es sich zur Aufgabe machen,.auf bestimmten Gebieten die Ideen der modernen Jugend zu vertreten." Jeder weitere Kommentar erübrigt sich. Hinzufügen möchte ich nur, daß es uns wohl bewußt ist, wieviel Dank wir Dr. Wyneken schulden, der als Erster und Einziger unser Wollen erkannt und uns in unsern Bestrebungen unterstützt, bestärkt und innerlich gefestigt hat. Barbizon. Umschau Grüner Anker. (Unentgeltliche Rat- und Hilfsstelle für jugendliche Angelegenheiten.) Das Akademische Comitee für Schulreform hat den Grünen Anker ins Leben gerufen, um damit ein Rat- und Hilfsorgan für alle Angelegenheiten und Nöte der Jugend zu schaffen. Für die speziellen Angelegenheiten der Erwachsenen ist in ziemlich reichlicher Weise gesorgt; die Jugend entbehrt bis heute eines eigenen Hilfsorganes. Eltern, Schule und die Hilfsstellen der Erwachsenen sind naturgemäß nur selten befähigt, sich in j ugendliche Bedürfnisse und Nöte mit vollem Verständnis und Hingebung einzufühlen. 311