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Der Anfang · 1914-02-01 · Heft 10 (Februar 1914) · p. Seite 306

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 10 (Februar 1914)
Date
1914-02-01
Page
Seite 306 (sequence 16)
Language
German
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Religionsunterricht Von Spiegelmüller, Breslau Es war in Obersekunda der Oberrealschule zu B. — Nach Weihnachten bekamen wir einen neuen Religionslehrer, der uns die Bibel wörtlich in den Hals steckte und sie in der nächsten Stunde wörtlich wieder herausholte. Ich war dreimal reingefallen; beim dritten Male kam die Verkündung: „Sie kommen nicht mehr dran. Zu Ostern kriegen Sie fünf!" In dem Falle wäre ich sitzen geblieben, da es in Englisch schon schlecht stand. Ich klagte meinem Vater mein Leid. Beratung: was tun? Wir kcgnnien zu dem Schluß: Du trittst einfach in die freie Religionsgemeinde ein, dann brauchst du am Religionsunterricht der Schule nicht mehr teilzunehmen und kannst keine Zensur darin bekommen. Ich ging also zum Prediger Z., um den Übertritt vorzunehmen. Plötzlich wechselten die Lehrer: wie bekamen wieder den früheren Religionslehrer; der war nicht verbohrt. Neuer Beschluß im Elternhause: na, dann kann es ja beim alten bleiben, dann wollen wir nicht erst Scherereien machen. Nachschrift zu dem Beitrag von O. G. „Aachener Wandervogel und Schulgewalt" in Nr. 9. Aachen, den 13. Dezember 1913. An den Eltern- und Freundesrat des Wandervogels-Aachen, z. H. des Herrn N. N., Hier. Da nach Ihren Angaben die Schüler nicht Mitglieder des Aachener Wandervogels sind, sondern nur deren Eltern, so will ich den Schülern die Beteiligung an den Veranstaltungen dieser Vereinigung gestatten, wenn die Eltern einen dahingehenden Antrag stellen und damit auch" die Verantwortung übernehmen. Da mir jedoch bekannt geworden ist, daß die Beteiligung zur Gefährdung der Erziehung und der guten Sitten führen kann, so ersuche ich ergebenst, die Ihrer Vereinigung angehörenden Eltern unserer Schüler davon in Kenntnis zu setzen, daß es in ihrem Interesse sich empfiehlt, über die Sachlage persönlich bei mir Erkundigungen einzuholen.

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