Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 9 (Januar 1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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wird hiermit aufgefordert, sich an dieser Stelle zu rechtfertigen. Tut er das nicht, oder vermag er es nicht, und gesteht er dann sein Unrecht nicht ehrlich ein und sucht es wieder gutzumachen, so ist er für uns erledigt. Er hat dann für uns seine geistige Satisfaktionsfähigkeit, d. h. seine Diskussionsfähigkeit eingebüßt, er existiert für uns nicht mehr und darf fortan ungestraft sein Wesen treiben, wie es in seiner Natur liegt. Wir gönnen ihn denjenigen, die gleichgeartet sind. Unsere Leser aber möchten wir bitten, auch ihrerseits aller gewissenlosen oder dummdreisten oder leichtfertigen Verdächtigung des „Anfangs" (wie sie besonders die Nr. 6 erfahren hat) unerbittlich auf den Leib zu rücken, bis nichts mehr davon übrig bleibt. Und indem die Jugend selbst etwas erfahrt von der skrupellosen Verleumdung, der Heuchelei, der blinden Gehässigkeit, der Pöbelhaftigkeit und Dummheit wie sie in den Kämpfen unseres öffentlichen Lebens ihr Wesen treiben, mag sie immer tiefer davon durchdrungen werden, wie not dieser Welt eine Verjüngung tut, und immer inniger sich selbst Lauterkeit und Treue gegen den Entschluß adligerer Lebensführung und Kampfesweise geloben. Für die Eedaktion Dr. G. Wyneken Umschau Kameradinnen und Kameraden in Berlin! Der Berliner Verein für Frauenstimmrecht veranstaltet am 16. Januar, 8 Uhr, im Musikvereinshaus, Kaiser-Wilhelmstr. 31, eine Jugendversammlung, in der das Interesse der weiblichen Jugend am Staat zum erstenmal öffentlich erörtert wird. Referentin : Frl. Dr. Bäumer. Freideutscher Jugendtag. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß ein Bericht über den Freideutschen Jugendtag jetzt als billige Broschüre unter dem Titel: „Freideutscher Jugendtag 1913, Reden von Gottfried Traub, Knud Ahlborn, Gustav Wyneken, Ferdinand Avenarius" (Freideutscher Jugendverlag Adolf Saal, Hamburg) erschienen ist. Wir empfehlen ihn dringend zur Anschaffung. Berlin. Sonnabend, den 6. Dezember, sprach Prof. Natorp im Künstlerhaus in vornehmer und objektiver Weise über die Freideutsche Jugendbewegung. Er begrüßte in ihr endlich wieder eine Generation, die von dem Willen zu Jugendlichkeit und Idealismus getragen wird. Der einzige Grund, der ihn veranlassen könnte, sich von der Freideutschen Jugendbewegung abzuwenden, sei der Antisemitismus. Er sprach aber die Zuversicht aus, daß diese Tendenzen, die sich auch auf dem Freideutschen Jugendtag gezeigt haben, von der Freideutschen Jugend selbst niedergekämpft werden würden. — Dem 286