Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 9 (Januar 1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Vaterhaus Von Ernst Angel, Wien Wie gern läßt Haß sich mit Respekt maskieren! Der Sitte Mantel deckt Verwirrung schonend — Und Ihr — in tausend Tränen — drinnen wohnend Mit Euren Vätern, geldgeborenen Tieren. Die peitschen Euch, gewandt auf allen Vieren, Durch Marterschule und durch Weltenbangen: Zu Huren flüchtet Euer Glückverlangen, Indess die Schwestern schon in Ehen frieren. Hat Keiner, also grauenvoll verkettet, Sich kraftgespannt und bebend losgerungen, Hat Keiner sich den blanken Schild gerettet, Den Tatenschild? Sterbt Ihr so schnell, Ihr Jungen? Hat jener erste Vater schlecht gewettet, Als er die Welt dem Chaos abgezwungen? Klassenspiegel Aus Mädchenschulen. Der Aufsatz „Tellheim und der Tempelherr. Ein Vergleich" wird besprochen. Der Lehrer hebt als gemeinsam hervor, daß beide im Drama zum ersten Male lieben. Eine Schülerin widerlegt dies: „Der Tempelherr sagt: so liebte er noch nie. Also hat er schon ein Mädchen vor Recha geliebt." Lehrer: „Aber das bezieht sich doch auf seine Eltern." Schülerin: „Er hat seine Eltern ja nie gekannt." Lehrer: „Na . . . dann bezieht es sich eben auf die, bei denen er erzogen wurde." In der D.-Schule in Berlin, einer städtischen höheren Töchterschule, beabsichtigt Fräulein P. mit der ersten Klasse ein Museum zu besuchen. Einen Tag vor dem großen Ereignis will sie ihre 274