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Der Anfang · 1914-01-01 · Heft 9 (Januar 1914) · p. Seite 272

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 9 (Januar 1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 272 (sequence 16)
Language
German
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Ideen zum Teil schon in die Tat umzusetzen versucht haben, das spreche doch jedem verständigen Denken Hohn. Ein Student beginnt nun von der freideutschen Jugend zu sprechen, die allerdings nicht die Anschauungen der Alten vertrete. Auf dem freideutschen Jugendtag 1913 sei ein Kartell gebildet worden, das sich auch gegen Übergriffe der Schulgewaltigen zur Wehr setzen werde, eine Macht von 3—400000 Freideutschen stehe dahinter. Dabei entwickelt sich folgende Wechselrede: Student: „Aber, Herr Direktor, der Haß der Schüler gegen die Schule wird sich doch verschärfen, wenn ihnen ihr Wandervogel verboten wird!" Direktor: „Das ist mir ganz gleichgültig, was geht mich der Haß der Schüler an? Wer sich nicht fügt, oder wessen Eltern der Schule nicht nachgeben wollen, der muß eben meine Schule verlassen." Student: „Ich glaube nicht, daß sich der Wandervogel diese Behandlung gefallen lassen wird." Direktor: „Das kümmert mich nicht, gegen meine Macht kann niemand etwas machen, es hängt ganz von meiner Lehrerkonferenz ab, was hier geschieht." Also hier hat es ein Schulleiter vor mehreren Zeugen ausdrücklich gesagt, daß ihn ohnmächtiger Haß deutscher Jungen nicht rühren kann. Alle freien Regungen sollen unterdrückt werden, jeder Verkehr mit älteren, unabhängigen Leuten, die nicht für solche Dressur sind, soll um Gottes willen vereitelt werden, die „unreifen" Schüler würden ja sonst auch verdorben. Und was bietet diese Schule, die sich herausnimmt, das ganze Leben der Jugend zu regulieren und zu regieren, denn nun als Gegenleistung? Geistige und körperliche Verkümmerung. Nicht die leiseste Ahnung lebt in ihr, welche Verantwortung sie damit übernimmt, wenn sie in dieser Weise vom ganzen Leben der Jugend Besitz ergreift. Kein Recht ohne entsprechende Pflicht! Dieser Direktor wagt deutlich zu sagen, daß ihm das Elternrecht 272

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