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Der Anfang · 1914-01-01 · Heft 9 (Januar 1914) · p. Seite 264

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 9 (Januar 1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 264 (sequence 8)
Language
German
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Erwiderung Von G. Bün, Berlin Wir wollen jetzt Klage erheben, nicht nur gegen unsere Erziehung, Klage gegen euch! Ihr selbst habt ja schuld an dem, was ihr uns vorwerft, wir werden ja von euch hineingetrieben. Sumpf oder Einsamsein, das ist die Wahl, die ihr uns stellt, und es kommt nur auf die einzelnen Charaktere an, was gewählt wird. — Ich rede jetzt nicht von den „Konventionstierchen", sondern von uns, die wir weder zu den 20o/o Führenden, noch zu den 80o/o Geführten gehören (die Rechnung muß also wohl doch nicht ganz stimmen, denn wir sind doch nun mal da!), die wir suchen, uns ein Leben zu schmieden, in dem wir uns selbst — auch mit unsern Fehlern — klar anschaun können, in dem wir wohl oft falsch, aber nie gegen unsre Überzeugung, unsern Stolz und den „dunklen Drang" zum Rechten gehandelt haben. Einige Erlebnisse sollen.unsre Klagen zeigen gegen die Großen und gegen die Jungen. Ich war eben 11 Jahre alt geworden. Vor einem halben Jahr hatf ich meinen Bruder, meinen Kameraden, verloren. Komm im Sommeraufenthalt an, höre eine Stimme, die klingt wie die meines Bruders, seh einen Jungen, der hat Ähnlichkeit mit meinem Bruder. Von dem Augenblick an hatf ich den Jungen lieb. Wir waren unzertrennlich. Fehlte das eine, wurde auch das andere gesucht Er lehrte mich Weidenflöten schnitzen, ich lehrte ihn Indianerspiele spielen; wir jagten uns müd und waren nur-zum Essen im Haus, da aber ordentlich dabei. Man sah uns überall gern, freute sich über unsre Freundschaft. Aber das verdammte Lächeln, das die Großen immer hatten, wenn sie uns sahen! Wir konnten's nicht deuten, aber es machte uns unsicher. Und so kam's wohl, daß die Verlegenheit uns packte, als wir uns zum Abschied küßten. Wir wußten, hätten das die Großen gesehen, wie seltsam hätten sie da wieder gelächelt, wie unergründlich und doch verwirrend für uns. Das nahm uns da die Unbefangenheit und trieb uns schreckhaft auseinander. Und wußte doch keines, warum. — Ja, — die Großen! 12 jährig. Ostsee. Sommerferien. Massenfamilien-Sammelaufenthalt, x Jungs und Mädels. Da war auch einer, mit dem ich sehr befreundet war. Die andern alle, Mädels und Jungs, waren 264

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