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Der Anfang · 1913-12-01 · Heft 8 (Dezember 1913) · p. Seite 247

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 8 (Dezember 1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 247 (sequence 23)
Language
German
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Zur Sache entgegne ich: i. Herr Dr. Wilker will glauben machen» ich hätte mich besonders an die kleinen Schulanfänger gewendet oder sei wesentlich für sie eingetreten. Das wäre gewiß keine Schande. Aber da er auf dem Freideutschen Jugendtag persönlich anwesend war, muß er wissen, daß ich ausdrücklich für die „Jugend", nicht die Kindheit, auftrat, die ich ungefähr mit dem »dritten Jahrsiebent« (14—21 Jahre) gleichsetzte. 2. Ich habe die Freie Schulgemeinde Wickersdorf nicht einmal zum Kommen aufgefordert. Sie erschien auf eigenen Antrieb, kraft eines Beschlusses, den sie, wie alle derartigen, in ihrer „Schulgemeinde" gefaßt hat. Also zwei einfach aus der Luft gegriffene Unterstellungen. Sie sollen den Anschein erwecken, als wendeten ich und der „Anfang" sich an die Kinder, an die ganz Unreifen, Urteilsunfähigen, und so das Publikum gegen uns mobil machen. Ein Zweites ist die Form dieser Kampfesweise. Wenn die Wickersdorfer — Lehrer und alle Klassen von Sexta bis Oberprima — sich vollzählig zum Jugendtag begeben, so lasse ich sie „aufmarschieren". Und Wandervogel? Vortrupp? Läßt die auch jemand „aufmarschieren"? Und warum sollten denn die Wickersdorfer nicht vollzählig kommen dürfen, warum soll ihnen das nicht zur Ehre gereichen, so gut wie allen anderen? Von ihnen war jedenfalls etwa die Hälfte über 15 Jahre alt. „Kindertag"? „Deshalb seine ganze Freie Schulgemeinde --?" Wer ist nun nach Herrn Dr. Wilkers Meinung berechtigt, zum Freideutschen Jugendtag zu erscheinen? „Freideutsche Jugend — das ist die reife Jugend, die Jugend in den besten Jahren, die nicht bei 20, bei 25, auch nicht bei 30 aufhört." Meinetwegen; und wo fängt sie an? „Der größte Teil der Freideutschen Jugend stammt aus Wandervogel-Kreisen." Und der größte Teil des Wandervogels? Aus der Schülerschaft. Und an diese Altersstufe gerade wendet sich der „Anfang", und für sie habe ich auf dem Hanstein und Meißner gesprochen. Und zur Schülerschaft gehören auch die Wickersdorfer Schüler. Aber wenn sie auftreten, heißt es: „Kindertag". Die hochmütige, wegwerfende, jedes Oberlehrers schlechtester Sorte würdige Art, wie dieser Jugendfuhrer über die Schuljugend denkt und schreibt, verraten die Ausdrücke „Kindertag" und „aufmarschieren" zur Genüge. Aber das ist nicht das Schlimmste. Sondern das Schlimmste ist, daß innerhalb der Freideutschen Jugend auf diese Art und Weise gekämpft wird. Muß es sein, daß die verschiedenen Gruppen der Freideutschen Jugend — und, Herr Wilker, uns aus ihr zu exkommunizieren, sind Sie leider nicht befugt — sich befehden, so sollten sie dann doch ein Vorbild allerfairster Kampfesweise geben. Ein noch schlimmerer Verrat an der Freideutschen Jugend, als wenn man einer ihrer im Kampfe stehenden Gruppen in den Rücken fällt, ist es, wenn 247

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