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Der Anfang · 1913-12-01 · Heft 8 (Dezember 1913) · p. Seite 248

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 8 (Dezember 1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 248 (sequence 24)
Language
German
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man dies auf eine Art und Weise tut, die an die häßlichsten Formen von Partei- und Pressekämpfen erinnert. Gerade diese häßlichen Gewohnheiten wollte die Freideutsche Jugend hinter sich lassen. Wer aus ihrem Kreise sie nun doch wieder (und gar gegen den eigenen Bundesgenossen) anwendet, der übt Verrat an dem Innersten der Freideutschen Jugendbewegung, an dem heiligen Willen der Jugend zu neuen, höheren, adligen Lebensformen. Merken wir uns Herrn Dr. Karl Wilker in Jena. Er erdreistet sich, zu schreiben: „und ein noch größerer Gegensatz ist der zwischen Freideutscher Jugend und Fabrikanten, Herausgebern, Redakteuren usw. des ,Anfang'". Wir entgegnen: wenn die »reife Jugend« durchweg dächte und kämpfte wie dieser Herr Dr. Wiiker, so hätte sie einen Freideutschen Jugendtag nicht zusammenrufen dürfen mit der Losung: „Die Jugend möchte das, was an ungebrochenem Glauben und Mut zu einem adligen Dasein in ihr lebt, als einen erfrischenden, verjüngenden Strom dem Geistesleben des Volkes zuführen." Dr. G. Wyneken. Eine Ergänzung. „Der ,Anfang*. hat sich aufgespielt als Organ der Freideutschen Jugend. Und sein Herausgeber, der Franzose Georges Barbizon, wagte es allerdings, der Freideutschen Jugend dieses sein Blättchen als Organ anzubieten." Dr. Karl Wilker im „Kasseler Tageblatt" vom 9. November 1913. Herr Dr. Karl Wilker ist mir nicht erst durch diese Zuschrift an das „Kasseler Tageblatt" bekannt geworden. Er stellte sich mir bereits in einem Briefe vom 25. April 1910 als „Kinderfreund und Kinderforscher" vor und wünschte mich als Herausgeber des damals noch maschinenschriftlich vervielfältigten „Anfang" kennen zu lernen. Einige Tage später suchte er mich in Tegel auf. („Vor einigen Tagen ließ sich dieser Herr Dr. Wilker, Kinderforscher usw., sehen. Er machte keinen unangenehmen Eindruck . . ." Aus meinem Tagebuch vom 7. Mai 1910.) Wir blieben darauf längere Zeit in Berührung. Er interessierte sich lebhaft für die Jugendzeitschrift und versuchte sie in verschiedener Weise zu unterstützen. Als im Januar 1911 der erste Versuch mit dem Druck gemacht wurde, verschaffte Herr Dr. Karl Wilker dem „Anfang" Abonnenten, Inserenten und besprach ihn in der „Nationalzeitung". An mich schrieb er gleichzeitig über ein Feuilleton im „Berliner Tageblatt": „Wer hat denn die Besprechung im B. T. geschrieben? Ich bin nicht sehr davon begeistert, obgleich ich ohne weiteres zugebe, daß sie Ihnen gewiß mehr nützen wird als die meine (weil sie vom künstlerischen und meine vom pädagogischen Standpunkt aus geschrieben worden ist)." Zum letzten Heft des „alten" „Anfang", das seiner Zusammenstellung nach dem neuen „Anfang" am ähnlichsten war, schrieb mir Dr. Karl Wilker einen langen ausführlichen Brief, der mit den Worten beginnt: 248

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