Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 8 (Dezember 1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 229 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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„Ja, aber Kind, Else, erstens, wie redest du zu deiner Mutter, und dann, was denkst du dir überhaupt, das geht doch nicht, ich kann doch meine Tochter nicht wissentlich mit einem Gymnasiasten in die — nein, es geht nicht." — „Warum geht es nicht, Mutter? Willst du mir nicht einen Grund sagen?" — „Frag' nicht so dumm, Grund! Was sollen die Leute sagen, wenn ich meine Tochter . . ." — „Ja, aber er wartet, Mutter, ich komme nicht zurecht!" — „Ja, aber Kind, Else, was soll ich nur--kannst du ihn denn nicht herbringen?" — „Ach, Mutter, das wäre ja wundervoll! Das wäre ja am schönsten! Er wird dir auch gefallen, paß auf! Ich hole ihn gleich. Adieu! Adieu!" 2. Presto furioso. Tempo di marciä. „Was? In die Konditorei willst du gehen? Du bist ein unverschämtes, ganz verdorbenes Kind! Setze dich sofort an deine Schularbeiten! Hier, präpariere deine französischen Sätze! Hast du schon Klavier geübt? Nein? Also bitte! Hast du schon an Tante Anna geschrieben zum Geburtstag? Alles stehen und liegen lassen, nicht wahr? Um dich mit so einem grünen Bengel zu treffen! Und überhaupt, was sind das für neue Moden! Heute abend sag' ich das Vater, der kann dir ordentlich den Kopf zurechtsetzen! O Gott! diese Kinder! Wer mir das vorausgesagt hätte, daß gerade meine Kinder so werden würden! — „Aber Mutter, ich —" „Du hältst jetzt den Mund, bitte ich mir aus! Und nun fang* auch noch an zu heulen! Hast wirklich Grund dazu! Die Augen aus dem Kopf kann man sich schämen wegen solcher Göre!" Pause. — „Und das sage ich dir: zu ,Wilhelm Teil4 am Freitag gehst du nicht! Und Fräulein wird dich jetzt jeden Tag zur Schule bringen und abholen!" 3. Allegro assai. „Hans, du wirst für mich auf die Post gehen." — „Es tut mir leid, Vater, ich kann jetzt unmöglich, ich habe mich verabredet." — 229