Mannheim
Compact Memory

Der Anfang · 1913-11-01 · Heft 7 (November 1913) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 7 (November 1913)
Date
1913-11-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2709933-3186105-3186113--332-3186376
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

suchte ich, den „Wandervogel" zu irgend welchen offiziellen Schri€Mj| zu bewegen, während ich dies stets äusdrücldicli abgel^sit und w$M einen Gedankenaustausch, und fwar nicht mit offiziellen Vertreten^ sondern einen ganz freien, angeregt habe (übrigens mit dem hed&gp Erfolg). ....."7 Diese «fein Ftof. Hüdebrandt zugesiw^ Warden, und %m er kann er sich hier rechtfertigen. We^| er das nicht tu^'w;^:;^eJug^ud>^wasi siefortan von ihm znfaatt^ hat Er wohntin Berlin-Westend/ Rölderiinstr* Nu Ii, und heijJt| imt Vornamen Paul (damit man ihn nkht verw^hsele). Das Gegenstack Gewissen Blättern war die freideutsche Jugendfeier der Er? inrierung an 1S13 auf dem Hohen Meißner nicht patriotisch genug» Damit nun unsere Leser auch einmal von einer wahrhaft patrio^. tischen Feier einen Eindruck bekommen, bringen wir hier ein$f Bericht der. „Frankfurter Zeitung" (20. Okt. d. J.) über die Jahrhun-" dertfeier der Berliner Jugend. „Berlin, 19. Oktober. Für dies Jahr sind die Jahrhundertfeiern ^glücklich vorüber. Glücklich, nicht weil die Feier eines heldenhaften Zeitalters unrecht wäre, sondern weil in diesem Jahr so ziemlich jede Feier ein Mißgriff war. Und die letzte, die der Berliner Jugend im Zeichen der Schlacht von Leipzig,' war vielleicht die schlimmste. Ungezählte Jugend war aufgebracht wefden, um das Unjugendlichste zu tun, was möglich war: einen militarisierten, historischen Festzug zu bilden. Statt Spielen und Lagern in freiem Land — Marsch über Großstadtasphalt so, daß die modernste Weltstadt Hintergrund einer historischen Maskerade wurde. Wären die Gesichter und die Körper nicht doch frisch und schnell und jung gewesen, die greisenhafte Phantasie hätte einen bis ins Mark erschreckt bei einem Volk, das solche Erinnerungen besehen darf. Erst kamen die Schüler der Volksschulen und der mittleren Schulen. Zwei Stunden geht der Weg über benzingetränkten Asphalt bis hinaus aufs Tempelhofer Feld, wo die Flammenstöße den Fest-* redner, Generalfeldmarschall v. d. Goltz, beleuchten sollen. Nachh den Schülern wurde es historisch, Herren auf sanften Gäulen, Herreir mit Perücken, geklebtem Bart und viel Schminke, nach irgendeinem Bild sich Haltung gebend: die Generale der Sturmzeit, Soldaten der Berliner Garnison in verblichenen, echten Uniformen: ein Gespenster* heer, dem man den Sonntagnachmittag verdorben hat Kutschas aus der Zeit, mit Masken gefüllt, die seltsam fremd in den frische klaren Oktobertag und nach dem spottlustigen Publikum astrale Taschentüchlein schwenken. Heuwagen, auf denen verlegene Herr^!* ein Tuch um den angeblich verwundeten Kopf gebunden, hegen «wt mit ihren freiwilligen Pflegerinnen kokettieren. Eine patinierteLQ^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.