Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 7 (November 1913)
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 216 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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gar nicht bange, wir werden uns auch weiterhin herrlich vertragen und ich hoffe, es wird nicht nötig sein, des öfteren einen kleioei Schlag auf zu vorwitzige Münder zu geben, wie Flatterwind da befürchtet." Eigentlich wäre hiermit die „Mädchenpost" schon genügt« charakterisiert. Der Vollständigkeit halber seien noch tii? vtt schiedenen Pretsnufgaben, Preisrätsel, IVisausschmhcH erwähnt deren Preise: goldene Damenuhr, Pelzwaren, Armbänder, Kingl Seidenstoffe, Parfüm etc. eine Abonnentin zu einem Gedicht k Nr. 3 begeistert haben. Wir bringen hier den Schluß desselben: Das Dichten, das strengt furchtbar an! Der Schweiß mir von der Stirnc rann, Als ich den Pegasus bestiegen. Ob ich die Uhr wohl werde kriegen? Wenn nicht, dann würd's mich freilich grämen, Doch würd' ich es nicht übelnehmen, Und schmollen gar: das tät ich nie, Wcils doch nichts nutzt! — Wie vor, Marie. Das ist die „Mädchenpost" — gegründet im Jahre 1913 — df Jahr nach Erscheinen des Buches „Das Allzuweibliche" von Huk| Matirenbrecher ein Beweis dafür, dali die hohen* Tochttf üppiger als je in Deutschland gedeiht. Aber die andern, die nft der Zupfgeige fröhlich wandern, die sich zur echten Jugeo| rechnen, die jnögen sich wehren und protestieren gegen c$| widerliche Verzerrung des „Weiblichen", wie sie die „Mädchög post" darstellt und heranzüchtet. Karl Sp/ Ein Vorschlag Von Eiste, Berlin. Es ist Sonntagmorgen. Vater — Mutter — Kinder — Fr stückstisch-Idyll. Der nicht sehr diplomatische Fünfzehnjäh " „Vater, was machen wir heute?" (Im stillen mit aller Oppotitl gegen jeglichen Vorschlag gewappnet, der nicht Stadion, rude oder dgl, sondern etwa „Zusammen ausgehen" ist.) Vater: weiÖ ich noch nicht." Die Folge ist dann so, daß im Laufe des Vormittags mit % versen Onkeln, Tanten, Basen und Vettern ein Zusammensein Freien" verabredet wird. Und mit großer Regelmäßigkeit verzte sich die Gesichter von vier ungeratenen Jöhren und «„mopsig , »schade um den schönen Sonntag", „Familientratsch" und liebliche Sekunda-Ausdrücke geben dem Gefallen an solchen SoM 216