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Der Anfang · 1913-11-01 · Heft 7 (November 1913) · p. Seite 215

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 7 (November 1913)
Date
1913-11-01
Page
Seite 215 (sequence 23)
Language
German
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Dieser Glaube ist ein Irrtum. Denn vor mir liegen bereits «imge Hefte der „Mädchenpost", des Gegenstückes zum „Höheren Schüler". Das weibliche „Konkurrenzblatt" hat dem männlichen Kollegen sogar den Vorrang abgelaufen. Im übrigen finde ich iine seltsame und rührende Übereinstimmung im Programm der fcteiden „Schülerzeitungen". •v. In geschmacklosester Weise preist sich diese neue Wochenschrift an: „Sie wendet sich an euch alle, ganz gleich, ob ihr $och zur ehrsamen und hochwichtigen Zunft der Backfische gehört öder ob ihr euch schon dem so heiß ersehnten Zeitpunkte nähert, pro ihr den Titel Junge Dame' führen werdet .... Die Freuden ijind Leiden des letzten Schuljahres oder der Pensionszeit will sie;|eilen, beim ersten Schritt beratend an eurer Seite stehen, mit Ssuch Pläne für die Zukunft schmieden und lehren, die Gegenwart nutzbringend zu verwerten." Es fragt sich nur, ob der „erste;|f£hritt ins Leben" hier nicht gleichbedeutend ist mit dem ersten palt, „Pläne für die Zukunft schmieden" nicht mit Toilette- .fragen für den nächsten Winter. (Siehe Titelbild Nr. 2, ein Sport- Jmützchen. „Hanni ist sehr stolz darauf, denn sie häkelte es selbst ÄQd schmückte es mit Wollblumen in den lebhaftesten Farben.") f^lDie Gegenwart nutzbringend verwerten" gleichbedeutend mit I Kochen und Schneidern. („Vor allen Dingen sollten alle Eltern den von der Natur angewiesenen Beruf des Weibes ins Auge lassen und sich nach einer Ausbildung für den Haushalt um- |fc*en . . .") Aber die „Mädchenpost" erzieht nicht nur zur Häuslichkeit sie ist auch durchaus modern. Denn auch sie hat neben ihrer tigen Ecke" dieselbe humoristische Seite wie der „Höhere Schüler": „Sie rechnet dabei auf eure Mitarbeit, ihr lieben jungen •lÄidchen, ihr sollt mithelfen, sie recht vielseitig zu gestalten, sollt Heitre Erlebnisse, ernstere und heitere, alles was euren Müllerinnen Unterhaltung oder Belehrung bringen könnte, uns mittlen. Sie will euch Gelegenheit geben, mit Mitleserinnen brief- :$ch Ideen und Interessen auszutauschen . . ." Dieser Ideen- und ^ateressenaustausch scheint bereits in lebhaftem Schwunde zu ^fehen, da» beweist der Hiicflutstcn («iiehe aueh den „Höheren ^ChÜkrH) iu Nr. Ü; „An dio*r» Stellt* finden Htlefwr» In« he Ufnahme, die unter elterlicher Adieaae mitgegeben werden". I><* ligt die Briefkastentante eine Schar von Nichten: „Mir ist ii 215

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