Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 6 (Oktober 1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 187 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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müssen nur gezeigt werden, damit sich die Heerscharen der neuen Jugend bilden, die mit ihren Führern zusammen agressiv der Zukunft zu Leibe rücken. Die Führer zeigen die Angriffemöglichkeiten. „Wenn sich bisher die Entwicklung der Menschheit wesentlich mit biologischer Naturgesetzlichkeit vollzogen hat, wie die irgend einer Tierart unter der Herrschaft des Kampfes ums Dasein, wenn bisher die Menschheit ihr Schicksal nur erduldet hat, so erkennt sie jetzt, da sie die eigene Vernunft und den eigenen Willen als Faktoren in ihre Entwickelung einstellen, daß sie das Steuer ihrer Geschichte selbst in die Hand nehmen kann." Das ist eine neue edle und zukunftsreiche Form, das Schwergewicht der menschlichen Existenz in das irdische Leben zu verlegen, eine edlere als die bürgerlich materialistische. Und diese nach vorwärts gerichtete Lebensauffassung entspricht dem Wesen der Jugend. Ein höheres und edleres Ideal kann es nicht geben, das die Jugend zusammenführt. Unter dem Banner der absoluten Souveränität des mensdhHdten Geistes stoßen die neuen Heerscharen zusammen, und nur im Erfüllungskampfe dieser absoluten Aufgabe der Menschheit werden gerade die Einzelnen ihre stärksten und eigensten Anlagen entfalten können. „Nie passiv sein, sich letzten Grundes beständig kosmisch, ja sub specie aeterni orientiert haben und dann sich mit Wissen und Willen eingliedern in das Heer des Geistes, das ist unser Begriff von Persönlichkeit." So schließt Dr. Wyneken sein Kapitel über Persönlichkeitserziehung. Grundlegende Bücher für die Jugend*) Zur Kunstgeschichte: Es gibt kein lehrreicheres Buch als WölffIin, Die Klassische Kunst (München. F. Bruckmann). Es ist eigentlich eine Vergleichung der italienischen Früh- und Hochrenaissance; .aber nicht erzählend, sondern untersuchend, Maßstäbe und Begriffe bildend. Solche Büdier gehören zti den größten Seltenheiten. Dies soll eine häufiger wiederkehrende Rubrik in unserer Zeitschrift werden. Wir wollen damit der Jugend Waffen in die Hand geben,, sich des Stumpfsinns so manchen Schulunterrichts zu erwehren, die Möglichkeit, mangelhafte von der Schule vermittelte Bildung zu ergänzen und auch dem offiziellen Unterricht ein wenig auf die Finger zu sehen (und zu klopfen). Die Red« 18?