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Der Anfang · 1913-10-01 · Heft 6 (Oktober 1913) · p. Seite 184

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 6 (Oktober 1913)
Date
1913-10-01
Page
Seite 184 (sequence 24)
Language
German
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keit. Er kommt zu 'dem Schluß, daß sie gleich Null ist: „So fange die Gesellschaft und die Nationen ganz unter dem Zeichen des; wirtschaftlichen Daseinskämpfe stehen, so lange wird es keine Jugend geben, so lange wird die Versklavung der Jugend andauern. Die Versklavung ist hier nicht bildlich zu verstehen, sondern eigentlich. Wenn wirtschaftliche Not Völker primitiver Stufen zwingt, einen Teil ihrer Kinder zu töten, wenn dann unter gesicherteren Verhältnissen die Kinder mit den Weibern zusammen im Dienst der Nahrungsfürsorge arbeiten müssen, wenn sie schließlich auf dritter Stuft in Lehrgefängnisse eingesperrt werden, um für die komplizierteren Bedingungen der Arbeit und des wirtschaftlichen Kampfes zurechtgemacht zu werden, so sind diese drei Behandlungsweisen graduell, aber nicht prinzipiell verschieden." „Die wirtschaftliche Angst ist der Moloch, dem die Menschheit ihre Kinder opfert." Indem wir feststellen, daß der Kulturkomplex der Gegenwart keine Jugendmöglichkeit gewährt, sprechen wir unser Urteil über ihn aus. Denn das sind sicherlich keine echten Kulturwerte, die die Jugend bedrücken und mit denen sie kollidiert. Nicht das die Kultur vermitteln sollende Arbeitspensum ist der Prüfstein der Jugend, sondern gesunde Jugend ist der Prüfstein jeder echten Kultur. Jede neue Menschheit hat Anlagen und Instinkte klasisscher Tugenden: Glaube, Liebe, Treue; Mut zu Begeisterungs- und Aufopferungstaten. Die geringsten Anzeichen dieser Eigenschaften erregen in der bourgeoisen Gesellschaft Anstoß; es handelt sich in diesem Milieu um etwas ihm ganz Fremdes, Uebernatürliches, Anstößiges. Man wird vielleicht versuchen, den Ausdruck dieser Symptome auf bestehende Glaubensformen festzulegen oder in andere überkommene abgetretene und dem Philistertum nützliche Begriffe einzuspannen. Gelingt das nicht, so wird mau ilineu (im beste« Falle) mit Verständrüslosigkeit und Indifferenz begegnen, aber nirgends und niemals wird ihnen Gelegenheit gegeben, skh zu entfalten. Da ist es nun sehr interessant, zu verfolgen, welche Form dieser, kurz gesagt, heroische Trieb der Jugend annimmt, um sich geltend zu machen. Allerdings ganz verkrüppelt und entstellt. Heimliche romantiftcft-verbotenc Kneipverbinduntfeti der Scbitkn, du* Korpswt«eu der Studenten, Mensur und Kommers sind willkommene Surro- 184

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