Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 6 (Oktober 1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 183 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2709933-3186105-3186112--294-3186337- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
„MuiwuiiMuim.1' \M l'rofrwur, dt*r gerne IrutacH^netfkhd* sprach, in Prima: „Warum lernen Sie denn min da* trifMien frtcht? (griechische Philosophie) Das ist doch nicht ganz umsonst, nicht wahr, /. B. Sie kötnnen in Gesellschaft damit probren, vor Damen, da macM sich' das immer sehr nett." F. S. Ein Primaner beginnt einen Vortrag in der Klasse mit einem Zitat von Ibsen. Professor: „Können Sie nicht anders anfangen?" Schüler: „Nein, Herr Professor." Professor: „Dann setzen Sie sich." Jugend und Persönlichkeits-Kult Von (IcorgcH Barbizon. In der Vorrede zu seinem Buche „Schule und Jugendkuttur" sagt Dr. Wyneken: „Nicht am Studiertische habe ich mir meine Oedanken über die Schulerziehung gemacht, sondern sie sind mir gekommen, während ich eine Wirklichkeit zu organisieren hatte. Fast alles habe ich früher in Werk und Tat als in Begriff *und Wort zu gestalten versucht. Und ich persönlich habe kaum das Bedürfnis, Bücher über Erziehung zu schreiben und betrachte nodhf immer als mein eigentliches Buch meine Gründung in Wickersdorf." Vielleicht beruht gerade darin der heute so seltene positive Wert dieses Buches, und wer nicht Gelegenheit hat, Wynekens Schöpfung, die Freie Schillgemeinde Wickersdorf selbst kennen zu fernen, wird das Buch lesen müssen, um sich mit dem Geiste dieser Gründung vertraut zu machen. Wir weisen in diesem Zusammenhang auch besonders diejenigen auf dieses Buch hin, die dabei bleiben, im „Anfang" nur etwas Negatives sehen zu wollen, als auf den umfassendsten und positivsten Ausdruck einer neuen Jugendgesinnung. Es ist mir nicht möglich, ein vollständiges Bild dieses so reichen Buches zu geben: über jedes einzelne Kapitel Keße sieb ein neues Buch schreiben. Nur das philosophische Skelett hier zu entwerfen, widerstrebt mir. Ich beschränke mich heute darauf, aus den Kapiteln ^Jugend" und „PereöinlichkeitserzieWung" zu schöpfen. Dr. Wyneken untersudht die Lebensbedingungen der Jugend unter dem gegenwärtigen Kulturkomplex: ihre Jitgendm ägliöh- 183