Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 6 (Oktober 1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 182 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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ItU bin dann auf den Ausweg (!) verfallen, die Arbeit nach dem Durchschnitt zu zensieren. So habe ich einigen noch „III —" geben .können. Aber audt die können ihre Note ruhig als IV ansehen!" Aus Breslau wird1 uns geschrieben: I. Wir schrieben drei lateinische Arbeiten; Ausfall bei der 1. -6 genügend, 6 mangelhaft, 2. 6 genügend, 6 mangelhaft, 3. 3 genügend', 9 mangelhaft. Die Zensuren wurden ins Klassenbuch eingetragen. II. Wir seihrieben eine mathematische Arbeit, die so schlecht ausfiel, daß der Lehrer keine Zensiuren darunter schrieb, sie aber aus seinem Notizbuch! vorlas. III. Dasselbe passierte bei einer französischen Arbeit. IV. Die Resultate der lateinischen Arbeit standen im Klassenbuch, das der Ordinarius un d der Dire k tor ständig kontrollieren. Es ist also ausgeschlossen, dlaß der Lehrer diese Handlungen ohne Wissen des Direktors begangen hat. Mit anderen Worten: Man .geht hier über den Erlaß (bisweilen ohne jede VeisriileiVrtmg) einfach zur Tagesordnung über. (Um weitere Enthüllungen wird gebeten. I>. R.) Klassenspiegel Ausspruch eines Professors in der Prima: „Wissen Sie, ich hänge seht an meinem Beruf, aber mein Beruf hängt mir auch zum Halse raus." G. S. Während einer Klassenarbeit steht der Pauker hinter dem Röcken der Klasse und kratzt sich. Dann sagt er: „Wer sich umguckt, kriegt 'nc Stunde!" Im französischen Unterricht: „Es ist richtig, weil es in der neuen Grammiatik steht; aber Sjie haben es nach der alten gelernt; also ist es falsch!" — „Schreiben Sie nichts anderes als da drin steht, selbst in djer Prima sollen Sie si<jb kein Urteil erlauben; sonst hab ich! bloß noch mehr zu korrigieren." - „Wer Grammatik kann, kann Franzöbisdi." K. 182