Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 6 (Oktober 1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 175 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Aber wenn der ,;Anfang" so eine Stätte würde, das wäre eine Großtat! Da geschähe vielleicht mehr als bis jetzt in alten anderen jugendverbänden zusiamlnen. Eine heimliche Löge, deren Mitglieder die Vcrhämh\ denen sie angcHniren, von neuem vorwärts trieben« Uustif Jugendpflege stagniert. Idi habe Hoffnung zw Jugend. Was mir das Gemeinschaftsleben in der Freien Schulgemeinde ist Von Otto (liquidier, Wickersdorf. Die l. S. ( j. Wickersdorf will eine Gemeinschaft sein, in welcher der Schüler nicht in unfruchtbarer Vereinzelung; lebt, sondern tätqg an dem Gemeinschaftsleben teilnimmt. Hierdurch soll in ihm das; Gefühl geweckt werden, idaß seine Jugend nicht nur eine Vorbereitungszeit für das' eigentliche Leben sei, sondern daß er jetzt schon eine notwendige Arbeit leiste. Es ist zur Beurteilung diesen Sdwle wichtig, zu wissen, ob dieses Gefühl wtrkfiehl unter der Schülerschaft lebendig ist Hiervon soll jetzt die Rede sein. Man hört von Schülern anderer Schulen gegen Ende der Ferien oft die Klage, djaß nun das alte Elend wieder anfange. Bei uns ist das nicht so. Unser Gemeinschaftsleben hat einen so großen Rei^ daß wir uns nach einigen Ferienwochen wieder danach zurücksehnen. Denn hier wird unsere tiefste Sehnsucht befriedigt, die Sehnsucht nach einem sinn voollcn Leben. Der Wille, etwas zu schaffen, das dasuert, eine Art Sehnsucht nach1 Unsteiblichlkeit, lebt wohf in jedem jugendlichen Herzen. Aber während die Schüller anderer Schulen auf den Tag warten, an dem sie die Schlüte verlassen und diesem Wunsch folgen dürfen, bietet uns die Schule selbst Gelegenheit, ein Leben zu führen, das wir für sinnvoll haften. Wir h&ben hier Pflichten übernommen, ohne deren Erfüllung das* Gemeinwesen der Unordnung preisgegeben wäre. Wir wissen, daß der Zustand der Schule jeden Augenblick von unserem Handeln abhängt, einer Schule, die uns vielleicht alle überleben wird und die der Kultur unmittelbarer dient als jede andere, indem säe die Jugend (gestaltend am Gemeinschaftsleben mitwirken laßt und ihr so nicht eine fertige Kultur, sondern dlas Erlebnis einer Kulturarbeit gibt. 175