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Der Anfang · 1913-10-01 · Heft 6 (Oktober 1913) · p. Seite 169

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 6 (Oktober 1913)
Date
1913-10-01
Page
Seite 169 (sequence 9)
Language
German
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Schönheit, die ein Ausdruck ist des Guten und der Wahrheit „Die Sinnlichkeiet soll kultiviert werden; das ist das Höchste und Letzte, was sich mit ihr vornehmen läßt", sagt Fichte. Dieses Höchste und Letzte mit ihr voraineHmien, ist jettt, wo wir die Sinnlichkeit haben, unsere Sache, Sache der Jugend. Es ist nichts Geringeres als Ueberwindung des Chaos durch Kultur, ein Teil, aber vielleicht der schwierigste der alten heiligen Aufgabe. Das Rezept kann man nicht schreiben; denn den Weg muß die jugendliche Gemeinschaft, die sich! ganz von dem Willen zumi Geiste hat erfüllen lassen, im eigenen Schreiten finden. l^uT" das köSnerT wir geben, die Forderung: Laßt Euch alle durchglühen und heifigen von diesem WiBe$i! Es ist der Wille zur Unsteiblkhlkeit! „Erfahrung14 Von Ardor Unseren Kampf um Verantwortlichkeit kämpfen wir mit einem Maskierten. Die Maske des Erwachsenen heißt „Erfahrung". Sie ist ausdruckslos, undurchdringlich; die immer gleiche. Alles hat dieser Erwachsene schon erlebt: Jugend, Jdeale, Hoffnungen, das} Weib. Es war alles Ithision.--Oft sind wir ringesdhudrtert oder verbittert. Vielleicht hat er recht Was sollen wir ihm: erwidern? Wir erfuhren noch nichts. Aber wir wollen versuchen, die Maske zu Heben. Was hat dieser Erwachsene erfahren? Was will er uns beweisen? Vor allem1 eins: auch' er ist jung gewesen, auch' er hat gewoBt, was wir wollten, auch er hat seinen Eltern nicht geglaubt, aber auch ihn hat das Leben gelehrt, daß sie recht hatten. Dazu fädfeit er überlegen: so wird es uns auch gehen — im voraus! entwertet er die Jahre, die wir leben, macht sie zur Zeit der säßen Jugendeseleien, zumi kindlichen Rausch vor der langen Nüchternheit des ernsten Lebens. So die Wohlwollenden, Aufgeklärten. Andere Pädagogen* kennen wir, deren Bitterkeit gönnt uns nichit einmal die kurzen Jahre der „Jugend"; ernst und grausam: wollen sie uns schon jetzt in die Frohm des Lebens stellen. Beide ajber entwerten, aierstören unsere Jahre. Und immer mehr befällt uns das Gefühl: deine Jugend ist eine kurze Nacht nur (erfülle sie mit Rausch!); dann kommt 169

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