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Der Anfang · 1913-10-01 · Heft 6 (Oktober 1913) · p. Seite 165

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 6 (Oktober 1913)
Date
1913-10-01
Page
Seite 165 (sequence 5)
Language
German
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Ruf überhört werden könnte. Und darüber sind wir uns ja im Grunde a:!e klar: Erst nach Erfüllung dessen, was wir von uns verlangen müssen, können wir an das Zweite gehen, das uns freilich um so nötiger erscheint, je stärker und bewußter wir die absolute Trennung zwischen uns und den Erwachsenen empfinden: an die Schaffung einer jugendlichen Heimstätte wie sie unserm Geist entspricht. Darum, meine Kameraden, hütet Euch1 davor, bei der Kritik der Schule, bei dem an den Prangerstellen der Lehrer (die wohl auch n'>tig, aber das Leichteste und ja lange nicht unser Wichtigstes sind) sieben zu bleiben; denn nicht nur, daß Ihr selbst vielleicht dadurch das newußlsein unserer eigentlichen Aufgabe verlieren könnt: Ihr hindert gerade dadurch diejenigen, die keine Freude an dein Nurschiiiipfen, Nurlächerlichmachen, an dem Radaumachen haben, und die dennoch der Gesinnung nach zu uns gehören, uns als Freunde die Hand zu reichen, weil sie das Eigentliche und Tiefere unseres Wullens nicht seilen können. In diesem Sinn fiwiclitc ich :\\n\\ nie.ein Nimiheigei Kaiiier.iden Loge verstehen, der vielleicht nicht aus „l Iiijugendlichkeit'4, die ihm Sachse vorwerfen zu dürfen glaubt, die allzu scharfe Kritik ablehnen, sondern an ihre Stelle gerne etwas Positives setzen will, für das er nur den rechten Inhalt noch -niebt finden konnte. Es kann Freilich ganz und gar nicht in irgendeinem Kompromiß liegen, sondern nur darin, bewußt dem uns rufenden Geist zu folgen, auf dem einsamen und freien Weg, der, fern von den lauten Marktwegen der Erwachsenen, zu unsern Höhen fuhrt. Laßt es Euch nicht genug sein, unsere Mitjugend zum Kampf gegen die Schule aufzufordern, sondern zeigt ihr unsern Weg, zeigt ihr das Land, iln (das er führt und in dem wir leben wollen, weckt in ihr das Verlangen, ßti der Schaffung einer wahren Kultur mitzuarbeiten. Und nicht nur an d i e Klassengenossen wendet Euch, die durch Frische und Fröhlichkeit Euch rechte Kampfgenossen zu sein scheinen, sondern viel mehr an die Stillen, Abseitsstehenden und Einsamen. Sie bedürfen vielleicht der Hilfe; und wer wäre sie zu leisten mehr befähigt, mehr verpflichtet als gerade wir? Meine Kameraden! Seid Euch des Großen, was wir wollen, bewußt und haltet unsere Fahne hodh! Auf ihr steht nicht Schulreform sondern J u g e n d k u 11 u r. Sie vereine alle unter sich, die ihrem Leben einen reichen Inhalt suchen! 165

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