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Der Anfang · 1913-10-01 · Heft 6 (Oktober 1913) · p. Seite 164

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 6 (Oktober 1913)
Date
1913-10-01
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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gcbein' kann. Mir ist es, als wäre es vor allem dies: daß uns ihr Leben, so wie wir sie es täglich führen sehen, so unendlich klein und werteleer erscheint, daß wir ihr n u r p r a k t i s c h e s Streben, das ihr Leben wie etwas Dunkles beherrscht, hu uns ganz tun!;»ar und auf ewig ablehnen müssen. Denn das (ielühl (und n h denke, Ihr alle inüßi es sto stark, so überwältigend empfinden wie ich], daß wir, die wir die Jugend haben, damit im Besitz, eines ungeheuren, des größten Reichtums sind, der wie ein lichter Segen auf uns allen liegt, dieses Glücksgefühl, dieses Kraftbew ußtseiu: sie leben in uns nicht nur als Lebensliebe und Wcltfreude, wir sie bei dem täglichen Empfinden der Wcltcnschbnhciten in uns aufstehen, sie leben auch in uns als ein tiefes Verantwortlichkedsgcfühl, ah ein ernster Ruf, als ein stolzes Jeunesse oblige! Wir sind die Jugend! Uns gehört die Zukunft! fühlt ihr alle die Verpflichtung, die darin für uns liegt? Und wenn Ihr sie fühlt, gibt sie Euch nicht auch Stolz und Freude, daß wir sie erfüllen können, daß wir sie erfüllen dürfen? Und fühlt fIir dann nicht gleichzeitig, daß wir von den „Alten*4 niehk in« J»r verlangen, nichts mein ci warten dinfen, daß nint in, p i/l nirht mein die Kiali finden können, ihr Lehen, hn da, sie nun einmal de echten Werte verlieren konnten, zu andern? Aber wir, wir Jungen, wir Reichen, wir Anfangenden? In uns lebt fest und unbestechlich die Erkenntnis, daß das, was sie beherrscht, unserem Leben keine Werte geben kann. In uns lebt das Bewußtsein, daß wir eine n eue Jugend sind, daß wir, die wir zusammengehören und uns zusammenschließen, um einander Malt zu geben, Ernstes und Meiliges wolle l Und wenn ich das, was mir im tiefsten (irnud uusre jugendliche Lebensauffassung bedeutet, in Worten auszudrücken suche, so möch'e ich etwa sagen: Es ist dies: wahre Idealität, eine bis ins kleinste gehende Wahrhaftigkeit, tiefes und ernstes Verantvvortliclikeitsgefi'üi! und endlich: Ehrfurcht vor dem Großen. Und wie selbstverständlich schöpfen wir lams dieser Lebensauffassung wie aus einem überreichen Quell die kostbaren Gaben, die uns unser Leben zu leb.-:: helfen: Mut und Freude, Verständnis und Wärme für Me nahen u, ,' im letzten Grunde: Güte. Dies sagen zu müssen, schien mir notwendig. Denn ich fürclu , daß in dem jungkräftigen Lärm gegefo die Sehlde, in dem lebhaft einsetzenden, lauten Protest gegen die Lehrer der eindringliche innere 16+

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