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Der Anfang · 1913-10-01 · Heft 6 (Oktober 1913) · p. Seite 163

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 6 (Oktober 1913)
Date
1913-10-01
Page
Seite 163 (sequence 3)
Language
German
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Programm des Freideutschen Jugendtages ist das Programm des .Anfangs". Wer tiefer gebückt hat, weiß es ja längst, daß allen jnsern Kämpfen ein Wille zu positiver Neugestaltung zugrunde iegt: zu einer neuen Jugendkultur in Haus und Schule, in Bildung und Geselligkeit, und zu einer Jugend, die nach1 der Schönheit und dorn Adel (rächtet, die nun einmal unausrottbar jedem reinen jugendlichen I ferzen vorschweben. Aber wir wissen auch, daß dies Werte sind, deren ljitialtuiigsmäglidikeit unserer heutigen Gesellschaftsordnung erst abgerungen werden muß. Eine Jugend, die nicht auch zum Kampf bereit ist, darf sich das Ziel nicht stecken, das in der Parole des Freideutschen Jugendtages liegt. Aber was für eine Jugend wäre das auch, die den Kampf scheute! Darum! wollen wir heule mit des großen Propheten waffenklirrenden Worten schließen, deren Widerhall in den jugendlichen Seelen, wie der Hall des Schildgesanges bei unseren Vorfahren, unserer Sache — je nachdem — Sieg weissagen wird oder Niederlage: „Euch rate ich nicht zur Arbeit, sondern zum Kampfe. Euch rate ich nicht zum Frieden, sondern zäun Siege. Eure Arbeit sei ein Kampf, Euer Friede sei ein Sieg! Man kann nur schweigen und stillsitzen, wenn man Pfeil und flogen hat, sonst schwätzt und zankt man. Euer Friede sei ein Sieg. Ihr sagt, die gute Sache sei es, die sogar den Krieg heilige? Ich sage Euch : der gute Krieg ist es, der jede Sache heiligt. Der Krieg und der Mut haben mehr große Dinge getan, als die Nächstenliebe. Niehl Euer Mitleiden, sondern Eure Tapferkeit rettete bisher die Verunglückten." Unsere Fahne Von Ruth, Leipzig Wir alle, die wir (zuerst als unruhige Einzelne und Einsame und l< izt dun h ein wunderbar glueklit he.s Sidifiiideii als zuversichtliche oiganisierte (ieineinschaft) den Ruf in uns hörten, uns ein anderes Leben auf anderer Grundlage aufzubauen: wir wollen uns einmal fragen, was uns so unvereinbar, so auf ewig von den Erwachsenen trennt. Was uns so sehr das Gefühl einer Andersartigkeit, einer großen Fremdheit, ja beinahe Feindschaft ihnen gegenüber 163

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