Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 5 (September 1913)
- Date
- 1913-09-01
- Page
- Seite 141 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Vom Gesetz E. B. Sachse, Köln. Es stand ein Mann auf unter den Menschen, der sprach: Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist ... .; ich aber sage; Euch .... Da machten sie saure Mienen. Denn sie waren fromm und gehorchten ihrem Gesetze. Die Brust des Mannes aber gehar den großen Geist, der da heißt: das freie Ich. Und der Geist wirkte Großes in dem Manne. Die Menschen aber sprachen: Er folget nicht unserm! Gesetz. Und sprachen: Er ist ein Gotteslästerer. Darauf kreuzigten sie ihn. Aber sein Geist wandelte unter den Menschen. * * * Darauf stund ein »anderer Mann auf. Der spürte den Geist. Er sprach: Laßt uns das Gesetz töten, denn es widerstrebet denn Geist! Gehorchet nicht dem Gesetz, gehorchet aber dem Geist! Und die Menschen taten also. Der Mann aber war der Mörder des Geistes. Denn er wähnte, das Gewirkte sei der Geist. Es war aber das Wirken. So er nun sprach: Gehorchet dem Geist, ward das Gewirkte zum Gesetz. Das Wirken «-«bei war nicht Also waren Wirken und Gewirktes geschieden. Wo aber Seele und Leib nicht eines sind, da ist der Tod. Und also hatte er den Geist gemordet. Die Seele des Geistes entfloh und barg sich in der Unendlichkeit. Der Leichnam aber lag auf dem Geschlecht der Menschen. * * * Und er lag und lastete viele Jahre. Und die Menschen beugten ihren Nacken und» trugen. Ihr Rücken ward krumm, ihre Brust ward schmal und ihr Blick zur Erde gesenkt. Ihfr Geist aber ward ein Sklave. Und sie freuten sich ihrer Schmach und Knechtschaft und rühmten sich ihrer, und nannten sich fromm. War aber einer unter ihnen, der hatte einen geraden Nacken, so schrien sie und zwangen ihn zu tragen und siCW unter den Leichnam zu bücken. Und brachen ihm das Genick. * * * 141