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Der Anfang · 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 114

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 4 (August 1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 114 (sequence 18)
Language
German
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Jüngling in einer Felslandschaft seinem Genius und sinkt in die Knie." Bravo, Herr Professor. Hoffentlich braucht die Schule selber vor ihren Symbolen nie zu erröten. Oder bedeutet die Felslandschuft, daß der Jüngling eben nur außerhalb der Schulwände seinem! Genius begegnen wird? Was aber die Mädchen anbetrifft, die Sie hier unter die Knaben mischen, so scheinen Sic mit den preußischen Zustanden doch nicht ganz vertraut zu sein. Gestatten Sie also zwei wörtliche Anführungen: 1. Ministerialdirektor Schwartzkopff im Preußischen Abgeordnetenhaus am 8. Mai 1909: „Wir lehnen aber die Koedukation auch mit Rücksicht auf die Knabenanstalten ab. Wir befürchten von dieser Koedukation ein Zurückdrängen der Knaben durch die Mädchen. Das tritt schon in Kleinigkeiten zutage. Ich habe selbst gelacht, als ich in den letzten Tagen in den Zeitungen las, daß die jungen Mädchen sehr pikiert darüber waren, daß man sie in einzelnen höheren Lehransialten nicht „Fräulein" anredet (Heiterkeit.) Ja, denken Sie sich eine Unterprima mit Mädchen zusammen! Wenn die Mädchen mit Fräulein angeredet werden, dann ist die Konsequenz, daß die Primaner mit Herr angeredet werden. (Heiterkeit) Ja, aus' solchen kleinen, lächerlichen Aeußerlichkeiten ergeben sich Schwierigkeiten! Noch ein Gesichtspunkt! Ich habe in den letzten Tagen den Bericht eines Provinzialschulrats in der Hand gehabt, der genau die bestehenden Gymnasialkurse für Mädchen beobachtet hat. Er lobt den Fleiß der Mädchen, sagt aber dann: es ist ni^ bedauerlich, daß die Eltern trotz der Schwere der Aufgabe, die den Mädchen gestellt ist, sich nicht entschließen können, davon abzusehen, die Mädchen auf allerhand Vergnügungen, Bälle usw. mitzunehmen. Er hätte wiederholt erlebt, daß die jungen Mädchen, wenn sie die Nacht durchgetanzt hätten, am andern Morgen früh um 8 Uhr sich auf die Schulbank setzten und so diq lateinstundet angefangen hätten. Der Korreferent hat in den Akten daneben geschrieben: nubendi causa! der Verheiratung wegen. (Stürmische Heiterkeit.) Die jungen Leute ( jungen Mänutr) werden dagegen in einer gewissen Unreife erhalten. Nun denken Sir sich, daß auf der einen Seite in der Prima die Knaben sitzen und auf der anderen Seite die jungen Mädchen, und daß dann die Bälle und Vergnügungen 114

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