Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 4 (August 1913)
- Date
- 1913-08-01
- Page
- Seite 113 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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sprechen uns von einer Sammlung von Kindergedidrten (wie solche auch die Zeitschrift „Der heilige Garten" systematisch betreibt) kaum eine künstlerische, wohl aber eine psychologische Ausbeute. Ond aus diesem Grunde möchten wir ebenfalls zur Sammlung solcher Gedichte anregen, die am besten dem Wiener „Archiv für Jugendkultur" übergeben werden. Sehr wichtig ist dabei genaue Altersangabe. Nach meiner Erfahrung macht in der poetischen Produktion die Pubertät einen ganz entscheidenden Einschnitt. Vor ihr nur Reimerei, angeregt durch gelesene Gedichte (sämtliche Tertianergedichte im „Säemann" sind typische Beispiele), erst mit der Pubertät tritt die Begabung hervor und können die Gedichte Blut und Leben, Kraft und Gewicht erhalten. Es wäre aber von hohem Interesse, an möglichst vielen Beispielen dies hier vermutete Gesetz nachzuprüfen. Dr. W. Phantasie und Praxis .Wir lesen: „Professor Karl Köpping hat den städtischen Auftrag erhalten, die Aula de^ Königstädtischen Gymnasiums am Elisabethufer in Berlin mit Wandgemälden zu schmücken. Der Künstler will in seinen Kompositionen, die sich auf die beiden Schmalwände und die den Fenstern gegenüberliegende große Hauptwand der Aula verteilen werden, darstellen, was an erzieherischen Momenten an den jungen Menschen herantritt. Das Bogenfeld der Eingangswand soll der „Ueberlieferung" gewidmet sein; in einer Herbstlandschaft lehrt vor einer Halle eine Frau die Jünglinge ihr zu Füßen. Die drei Felder der Hauptwand, die durch Pilaster gegliedert ist, will Köpping ähnlich, wie das Puvis des Chavannes in seinen Pariser Genovevafresken getan hat, mit einer großen Frühlingslandschaft zusammenfassen. Hier ist die Darstellung die Erziehung der Jugend durch Spiel und Wetteifer. Knaben eilen im Wettlauf ausi der Tiefe heran, Mädchen schauen zu und spornen sie an. Vorn an einer kleinen Herme gebietet ein Mädchen mit erhobenem Arme den Wettläufern Halt und bezeichnet den Sieger. In dem Bilde der zweiten Schmalwand - - davor steht das Katheder — begegnet ein 113