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Der Anfang · 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 112

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 4 (August 1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 112 (sequence 16)
Language
German
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iiottut, was wir wollen, wie wir gewertet und behandelt zu sein wünschen, werden die im Anfang charakterisierten Gruppen wieder sagen: „Jugend von heute!" Sie werden uns mit einem Schlagwort lächerlich machen und abtun wollen. Doch bedenkt ihr Erzieher, ein Schlagwort ist kein Argument. Auch wenn Ihr es noch so laut schreit Seht, wir wollen die Forderungen und Bedingungen unserer Zeit erfüllen. Auch wir werden einst unserer Zeit notgedrungen einen Stempel aufdrücken müssen. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Wir wollen nicht das Ewig-Gestrige, das morgen gilt, weil's heute hat gegolten, zu unserem Gott erheben und anbetend davor niedersinken. Wir wollen mit unserer Zeit mitleben, mitschaffen. Nicht mit der Zeit, die in Cafehäusern, Bars und Operettentheatern verstreicht; sondern mit der, von der der Dichter sagt: „Dich sing* ich, Zeit der Zeiten: meine Zeit! Ein helleir Herbst verschollener Sagenblüten Wandelst du Gold und Silber blasser Mythen In Stahl der Wirklichkeit." Laßt uns unsere Ziele! Laßt uns unsere Ideale! Es werden genug davon in die Versenkung tauchen, bis eine neue Jugend sie daraus hervor- und uns überholt. Laßt uns zum Bewußtsein unserer Jugend kommen! Seid keine Brotgelehrten! Seid keine Pedanten! Zur Jugendpoesie In der Juni-Nummer der Zeitschrift „Der Säemann" sind eine Anzahl Tertianergedichte abgedruckt. Sie sind ausnahmslos ohne poetischen Wert, verraten auch keine schlummernde Begabung. Der Herausgeber, d. h. der Oberlehrer, der im deutschen Unterricht diese Gedichte gesammelt hat, scheint von ihnen entzückt zu sein und fordert dazu auf, mitzuhelfen, um „diese Schätze zu heben, die in den Seelen unsrer Schüler verborgen liegen". So sympathisch es uns ist, wenn ein Oberlehrer seine Jungen liebt, so wäre es uns doch noclt willkommener, wenn diese Liebe auch mit einigem Urteil gepaart wäre. (Wenn das aber nicht sein kann, so besser Liebe ohne Geschmack als umgekehrt.) Wir ver- 112

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