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Der Anfang · 1913-06-01 · Heft 2 (Juni 1913) · p. Seite 35

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 2 (Juni 1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 35 (sequence 4)
Language
German
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sdiiedenen Richtungen ziehen und von denen er schwer bestimme kann, wdche die stärkere ist. Alsdann tut er am besten, mit Hilft des eben gegebenen sozialen Maßstabes sich klar zu machen, wefcJi von seinen Tendenzen die wertvollere, d. h. die sozialere ist, uq sein: Leben dann so einzurichten, daß er zunächst diese Tenden verfolgt. Er braucht darum die anderen nicht gänzlich aufzugebeil Ein Nebeninteresse wird vielmehr zunächst in der aktiven Periodf seines späteren Lebens ein Mittel der Erfrischung und Erholum sein, falls er besonders stark beansprucht wird. Und wenn da^ in höherem Älter die Gebiete erschöpft zu werden beginnen, i denen er sich zunächst und am stärksten betätigt hat, so ist dies zweite Tendenz bereit, ihm in der absteigenden Linie seines Lebens eine neue Jugend und ein neues Gefühl schöpferischer Arbeit z bringen. .! Auf der negativen Seite bat der junge Mensch nichts mehr z fürchten, als Kurzsichtigkeit und Trägheit. Kurzsichtif keit insofern, als er Tendenzen, die augenblicklich! sehr stark in ihi wirksam sind, für dauernde Betätigungsmöglichkeiten nimmt und sie dadurch in Sackgassen verläuft, aus denen ein Ausweg schwer 1 finden ist. Trägheit kann zwei Ursachen haben: zunächst in end getischer Unzulänglichkeit, gegen welche ich kein anderes Mitöi weiß, als Konzentration der geringen vorhandenen Betätigung möglichkeiten auf ein möglichst enges Gebiet, um dort noch hii reichende Intensität hervorzubringen. Der andere Grund der Träg heit liegt iii einer besonders starken Entwicklung der Phantasi und des Gefühllebens, welche die Aktivität untergräbt. Hier kann es auch bei guter ursprünglicher Begabung und gute« Material dazu kommen, daß der junge Mensch seinen Weg deshaH nicht findet, weil er ihn nach allen Seiten offen sieht und vor den Reichtum der Möglichkeiten, die sich ihm nach allen Richtung« darbieten, keine einzige Richtung zu finden vermag. In solchen Fällen wird es vermutlich am zweckmäßigsten sein, wenn dal Suchende sich möglichst viel mit wirklichen Lebensläufen bekanfli macht, indem er die Biographien ausgezeichneter Menschen in m den Gebieten, die ihn interessieren, studiert. Die konkrete Ali schauung von dem wirklichen Inhalt menschlicher Betätigung, die dg dadurch gewinnt, wird dann voraussichtlich in kurzer Frist ihn dam

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