Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 1 (Mai 1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Kill Paar namenlose Schuhe . Kiu vernachlässigtes Badezeug Kin verunglückter Teller . . 0,20 0,30 0,15 Ja, man vortrödelt hier seine Zteit und denkt: Ach, du kannst ja noch ewig lange mil den Dingern zu parlieren üben — man lernt herzlich wenig..... - Aber nein, etwas habe ich doch studieren können: Eine ganz eitle Person, die sich bewundern läßt, die als klug gepriesen sein möchte und als hübsch. Auf der Reise nach Weimar — wir nächtigten in einem christlichen Hospiz — da „durfte44 ich ihren seidenweichen Busen befühlen. — Meine Güte, man erlebt hier Theaterstücke! M, Bin ich zehn Wochen erst in diesem Nest? Ich finde keinen Namen für meinen Zustand! Aber ich kann Dir sagen: ob ich meinen Verstand behalte, ist sehr in Frage zu stellen!... Sollte es wirklich so ganz unvermeidlich sein, junge Mädchen in hauswirtschaftliche Pensionate zu sperren, um sie für das Leben vorzubereiten? Wenn wir doch später künstlerisch oder sonst wie beruflich tätig sein wollen? Darf man uns in der Zeit unserer Entwicklung buchstäblich von jedem geistigen Verkehr abschneiden? Da sagen' sie, sie wollen uns für unsern natürlichen Beruf vorbereiten! Offen gestanden, dazu ist noch reichlich Zeit, wenn wir uns verschrieben haben, den „Weg des Weibes" zu gehen. Mein Gott, wenn wir auch Mädchen sind — die Natur läßt uns doch nicht mit dem Kochlöffel in der Hand auf die Welt kommen, wir sind doch von Natur aus nicht zum Staubwischen prädestiniert! Hier hab* ich nicht mal Gelegenheit, mir Zeit zu stehlen! Nichts zu machen!' Nachtarbeit? — wenn unsere älteren Schlafgenossinnen für unser Betragen aufkommen müssen? Und dann versuch' einmal, Dir unsere Freistunden vorzustellen, unsere Sonntag-Nachmittage an denen „familiäres Leben" nachgeahmt wird. Wir werden zusammengetrommelt, wir müssen Hand- Ei senach, 21. Juni. L. H.! 25