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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 262

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 262 (sequence 310)
Language
German
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262 Die neugriechische Volkspoefie ä priori schließen, daß dieser nicht so ganz unbedeutend werde sein können in einem Lande, in welchem die Juden — zumal in früheren Zeiten — eine so bedeutende Stellung eingenommen. „Großen Einfluß auf die Seidenmanufakturen" heißt es in Zinkeisen's Geschichte Griechenlands I. p. 778 „hatten ohne Zweifel die in den vorzüglicheren Städten Griechenlands schon seit langer Zeit angesessenen Judengemeinden, deren Schicksale aber auch völlig in Dunkel gehüllt sind, bis uns endlich der Rabbi Benjamin von T u d e l a, welcher nach der Mitte des zwölften Jahrhunderts von -Navarra aus aus seinen Reisen nach dem Orient auch Griechenland besuchte, über ihre Thätigkeit und Stellung einigen -Ausschluß gibt." — Mit Uebergehung der andern von Benjamin aufgeführten jüdischen Gemeinden in Hellas erwähnen wir nur, daß er in Theben 2000 Glaubensgenossen traf, wie er ausdrücklich beifügt „die ausgezeichnetsten Seidenweber und Purpurfärber in ganz Griechenland; auch gab cs hier die gelehrtesten Ausleger der Schrift." (Zinkeis. 1. o.) Und auch noch viel später, namentlich im sechzehnten Jahrhundert, zeichnete sich Griechenland durch eine Menge jüdischer Gelehrten aus (s. Zunz gott. Vortr. p. 428 —* 430) und ein Jude konnte sich bis zur Herzogswürde emporschwingen. ) So hat denn schon Fortis bei den den Griechen benachbarten Morlachen eine Aehnlichkeit mancher Sitte mit jüdischer bemerkt4), welche Bemerkung eine bedeutende Stütze an Benjamin von Tudela's Zeugniß findet: „Die Namen der Wlachen sind jüdischen Ursprungs, und einige sagen sogar, sie seien Juden gewesen, welche Nation sie Brüder nennen" u. s. w. (p. 40. der engl. Uebersetzung neueste Ausgabe v. Ascher.) a) Johann Miehez ward von SelimH. mit Naros delehnt und ließ es non einem spanischen Edelmann Franz Eoronello verwalten s. u. 21 auch Roß Reisen aus den griech. Inseln 1.25. *) &ie Mannspersonen pflegen zum Zeichen der Lrauer einige Zeit den Bart wachsen zu lassen, eine Gewohnoeit, die ein hebräisches Aussehen hat — in der That aber nicht echt jüdisch ist — „so wre auch die Lustrationen und der Gebrauch des ungesäuerten Brotes und einige andre, die man bei diesem Volk antrifft." Abbaie Alberto Fortis Reise in Dalmatien. Aus dem italienischen. Bern 1776 1. p. 147.

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