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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 246

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 246 (sequence 294)
Language
German
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IRI
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246 Bilder aus spricht, dann lies diesen Brief und lerne eines Weibes Herz begreifen. — Ich habe den Brief geschrieben, ehe ich zu dir noch kam — Jetzt lebe wohl" — Ci rilla ging rasch weg, und Selim blieb allein. Habe ich unrecht gebandelt, so wirst du's Herr vergeben — sprach er. Ich liebe sie noch immer, doch bleibe ich deinem Gebote treu. Ist die Liebe so sündhaft? Pfui! Selim, wer wird Liebe für Sünde halten! Ein Redner. Die Juden zu Aleyandrien schickten zwar ihre Weihegeschenke jährlich nach Jerusalem, oder der Metropolis, wie man die Hauptstadt Palästinas dort schlechtweg zu nennen pflegte; ,i4) an hohen Festtagen wallte manche fromme Schaar dahin zum Gottesdienste; nichts desto weniger besaßen sie in Aegypten selbst, schon vor der Erbauung des Onias-Tempel zu Leontpolis, (von dem die Rede noch sein wird,) eine herrliche Synagoge in Alerandrien selbst, die unter dem Namen Diaploston vo. kommt. Die Pracht dieses Gotteshauses wird so glänzend geschildert, daß man in Jerusalem zu sagen pflegte: Wer der Wasserschöpfer-Freude in der Zionsburg nie beigewohut, und das Diaploston zu Alerandrien nie gesehen hat, der kennt nicht Freude, und weiß nichts von Pracht Zwei königliche Hallen boten sich dem erstaunten Fremden auf einmal dar, durch eine herrliche Säulenreihe von einander geschieden. Ein und siebenzig vergoldete Pfühle oder Tribunen umgaben ringsum die prachtvolle Rotonde, und jede Innung hatte da ihre besondere Abtheilung, damit der fremde Wandersmann siai sogleich an die Vorsteher seines Gewerkes zu wenden wisse, und bei ihm Verpflegung oder Arbeit fände. Eine Bühne erhob sich in der Mitte der Halle, wo der Chasan (Cantor) stand, dessen Stinune nicht in alle Räume des Tempels zu dringen vermochte B,i) daher er die Fahne tu ct) Philon a. m. O. ß5) Tatm. Suka 51. fi,;) Nach Talm. l. c. faßte der Tempel an 1200000 Menschen, was freilich in manchen Ausgaben fehlt auch die Tosephtba weiß nichts duvon. Nach Andern soll es heißen 600000 Indes; scheint mir nach Gittin 57 die erstere Leseart die richtigere; nur muß man diese Zahl, wie in letztgenannter Stelle geschieht, auf die ganze jüdische Einwohnerschaft Aegvtens beziehen; denn so hoch wird sie von puilo (de leg ad caj.) angegeben. Die in Suka ibid. hinzugefügte Notiz oyvttOS*-!* prbop l^p^ön wird schon von Abarbanel und li. Asarjah in Meor Enajim und mehreren Anderen für einer; Schreibfehler gehalten. Sie ist übrigens nach Giuin l. c. und Tal. Hier. Suka zu berichtigen; denn es kennt selbst der Midrasch, Alerander als den Gründer Alerandriens. (^ieh' d'e Glossen vom Rabb. H.

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