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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 222

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 222 (sequence 270)
Language
German
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IRI
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222 Bilder aus rn ihrer Uebersetzung bis auf die einzelnen Wörter übereinstimmten und dem Könige siebenzig gleiche Exemplare überreichen konnten, dt staunt hierüber, bezeigte der König seine Ehrfurcht gegen das Gesetz, und entließ die siebenzig Gelehrten mit reichen Geschenken in ihre Bäterstadt, und richtete zum Andenken an den Tag der Uebersetzung eir Fest ein, das jährlich auf dieser Znsel, wo das Werk vollbracht wurde, gehalten wird, und dem nicht nur unsere Brüder, mit deren letzter Lage des Laubhüttenfestes (dem Tage der Wafferschöpfe-Freude 37) ir Jerusalem) es zusammenfällt; sondern auch die anderen Einwohner Alexandriens beiwohnen, obwohl Juda's Glanz dahin ist, und der Haß gegen dasselbe sich allmahlig der Herzen bemeistert. Diesem Feste magst du nun zusehen, du wirst Gelegenheit finden, hier Alexandrien kennen zu lernen. Aber gestehe doch, daß diese Begebenheit, was immer daran sein mag, von der Menschenfreundlichkeit dieser Griechen ein schönes Zeugniß gibt! sprach Antigon. hr* ^Selim schwieg einige Sekunden schmerzlich bewegt, dann sang er wieder in seiner Weise: An des todten Meer's Gestade Prangt die falsche Sodoms-Frucht, Die nur Salz und Asche birgt, In dem Land von Gott verflucht. Dem Apfel in dem Trauer-Gefilde Gleicht Jephets *8) falsche Schlangentücke. O! lerne Jüngling Ln dem Bilde: Was Griechen-Gunst wohl sagen will! „„Aber was hätte denn diese Tücke mit jener Uebersetzung für einen Zusammenhang?"" — „Das sollst du noch erkennen, wenn du länger hier verweilest." — „„Aber du sagtest ja, der König habe vielen jüdischen Sklaven die Freiheit geschenkt; zeigt dieses nicht von Liebe und Großherzigkeit?"" „Ich fürchte die Griechen, und — gar wenn sie Geschenke machen!" rief Selim seufzend aus. „„Aber hat nicht der hohe Priester selber diese Uebersetzung bewilligt, damit unsere Brüder nicht ganz ohne Gotteslehre leben!."" — „Ja, es haben durch diese Uebersetzung viele, die kein Griechisch redeten, diese Sprache erlernt; aber übrigens will man in Jerusalem behaupten, es habe zur dama- 27) Dieses Fest der Wafferschöpfe-Freude in Jerusalem, war der Anlaß zu unserm Simchath-Thora am Letzten des Laubhttttenfcstes;und in Alerandrien, scheint mir, war diese obenbeschriebene Feier, von der uns Pbilo (vit. Mos. II. 660) als Augenzeuge berichtet, etwas Aehnliches. Iepl) et Stammvater I a w ans schon im Talmud nom. gent. für Griechen (vergl. Japetos) gebraucht.

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