Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 254)
- Language
- German
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206 Bilder aus als sie von der Masse anfänglich begriffen ward. 2hm wird sie als eur Gegebenes, schon Fertiges überantwortet, ihm der sich eben so wenig von den Begriffen der Nationalgottheiten ") entfernen, als mit der reinen Idee vertraut machen konnte. Und was wird ihm geoffenbaret, ihm dem entfesselten, unstät in den Wüsten herumirrenden Sklaven? „Es ist nur Ein Gott, alles Andere ist nichtig! Der Mensch ist frei „in seiner Wahl und seinem Willen. ") Das" Gesetz hat auf die Auf- „Hebung der Sklaverei und auf die Gleichheit der Güter hinzuarbeiten „Der Ausländer hat Bürgerrecht in Palästina anzusprechen, wenn er nur „die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet. “) Gott ist ein Gott aller „Länder und aller Welten, Himmel und Himmels Himmel umfaßen „ihn nicht" u. s. w. Welche prinzipielle Verschiedenheiten! welche ungeheure Protestation gegen die Ansicht einer ganzen damaligen Welkt Mau stelle sich nur einmal recht lehhafr den Zustand jener Zeiten vor — und man wird sich gewiß mehr über jene superklugen Analogien- Krämer wundern, wie sie hier an eine Offenbarung zu zweifeln wagen, als über das erstaunte jüdische Volk, das solche ihm parador klingende Lehren nicht begreifen konnte. „Wie? Mein Gott gehört nicht mit zu meinem Lande? Ist nicht nothwendig an diesen Boden geknüpft? Und diese Verneinung aller GöLLermaffe'n, die bisher die blühendsten Reiche beherrscht? Wie soll man das verstehen? Ist Er der Mächtigste, sind ihm die andern so nichtig, warum läßt er sie so große Länder verwalten? Sind sie nicht so verächtlich, warum soll denn der Phönizier nicht auch seinen Baal anbelen dürfen? Und dieser Eifer gegen alle Bersinnlichung und Verkörperung! Diese Verwahrung vor übermäßigem Glanz! Ja flehet Er doch sogar nicht gerne, daß ich wie andere Völker, von dem Willen eines Einzelnen abhänge. ls) Frei, sagt Er, soll ich sein, und doch gebunden? Wie ist das zu verstehen? Meinen Feind, will Er, soll ich speisen, wenn er hungrig ist, ihm die Bürde abnehmen, wenn er ihr unterliegt. ") Lauter fremdartige Begriffe, räthselhafte Lehren, eine Religion des Widerspruches gegen, eine ganze Menschheit!" So ungefähr mußte dem jüdischen Volke seine in ihn hineingetragene nicht aus seinem Geiste entwickelte Lehre erscheinen, in die es sich gar nicht zu finden wußte.—Aber der göttliche Funke hatte schon s) Wenn sie mich fragen: Wie ist sein Name, was soll ich ihnen sagen. 2. B. M. 4. Dentro? 18. ,0) Lew. 25 n) Erov. an vielen O. '-) Erod IS. ■w) Denrro. 17. ") Es mochteebald wieder Noth thun, daran zu erinnern. daß die Gebote der FeindeSliebe zuerst in der indischen Lehre anSgesprochenwurden und daS Gesetz: Liede deinen Nächsten wie dich selbst, zu lenen gehöre, von denen eS heißt: Dev Fremde (Nichtjnde) sei euch wie der Einheimische des Landes