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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 204

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 204 (sequence 252)
Language
German
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IRI
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204 Bilder aus Naturkräfte selber als Helden mit ihren Thaten und Leiden darzustellen sich bemühete und den ganzen Mythenkreis als historische Daten 7) zu betrachten begann. Man erlaubte sich schon Reflexionen über Alles, was sonst von einem heiligen Nimbus umgeben war, und das Erste, dessen sich die Betrachtung bemächtigte, war—der Staat. Ist der Mensch einmal so weit, seiner eigenen Individualität hohe Geltung zu verschaffen, und keinem Dinge Wichtigkeit beizumeffen, weil es ist; sondern muß dieses auch sein Recht zu sein und zu gelten Nachweisen: dann findet er überall Widersprüche zwischen den bestehenden Verhältnissen und den vermeintlichen bessern Ansichten, dann beginnt er Gewohnheiten von Theorien zu sondern — und somit trat auch die bedeutendste Wendung im Griechenthume hervor — Es ist die Atheniensiscye Demokratie. — Ein Zustand voller Unruhe und Schwäche, die Geburtsstätte einer neuen Zeit! Die Gährungen nehmen von Tag zu Tag überhand, das Staatsleben wird immer mehr zerrissen, und löst sich in Individuen auf, die Alle, neuer Staaten trächtig, ihr trunkenes, taumelndes Haupt an der Wirklichkeit zerschellen. Griechenland ist für ewig verloren. — Nur Eines hatten die Einzelnen gerettet, die Würde der Persönlichkeit, den Geist schaffender Betriebsamkeit, die Freiheit des Willens — die zu proklamiren die Griechen von der Vorsehung berufen waren, die Idee einer allgemeinen Menschheit, die zu realisiren sie auserkoren, auf die sie durch ihre Geschichte hingedrängt wurden. Doch Griechenland als selbstständiger Staat war verloren, ihn konnte nur die Monarchie noch retten. Er mußte aber auch zu Grunde gehen, sollte die Errungenschaft der Hellenen ein Gemeingut aller Menschen werden. Es leben unter uns noch Greise, die ein ähnliches Schauspiel erlebt, und die zwischen diesem und jenem noch manche Aehnlichkeit finden dürften. Doch uns genügt, da wir hier keine Geschichte Griechenlands zu schreiben beabsichtigen — uns genügt zu wissen, daß aus dem Lande der Macedonier ein Mann entstand, der sich zum unentbehrlichen Monarchen dieser Strudelköpfe aufgeworfen, und daß sein Sohn, der größte Held des Alterthums, die Idee einer allgemeinen Menschheit richtig aufgefaßt, und durch weitläufige Eroberungen zu verbreiten suchte, und daß er dem Schicksale aller' übermächtigen Helden nicht entging, nicht entgehen konnte. Er hatte auch nach der Gottheit strahlender Feuerkrone gegriffen und jener vorzugreifen gesucht. Es gehet die Sage, es hätte ihn ein gewisser Iollas vergiftet. Ich weiß nicht, ob es wahr ist. Aber so viel ist gewiß: Er'starb im fernen Lande, nachdem ihn seine Truppen gezwungen, Einhalt zu thun, und aus den heißen Steppen Indiens den Rückv'\ Palaepiiaftis De Ineved. sei hier nur Beispielsweise genannt, Ovwol'l er schon einer späreru Zeit anqehvrt

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