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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 21

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 21 (sequence 74)
Language
German
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IRI
…/2609281-3184086--1564-3185676
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das Jahr 1846. 2L welches hiermit ermächtigt wird, im Fall der geschehenen Nachweisung, den Bittstellern den Aufenthalt und resp. Schankbewilligung zu ertheilen. Bis zum Ablauf des festgesetzten Termins sind alle Erhebungen über den unbefugten Aufenthalt der Juden auf dem Lande, insofern die dießfälligen Anzeigen keine Klagen über Bedrückungen der Untertanen, oder verübte Bergehungen enthalten, worüber jedenfalls eine strenge Amtshandlung einzuteiten ist, einzustellen. Nach Ablauf der angeordneten Frist ist aber, hinsichtlich des unbefugten Aufenthaltes der Juden auf dem Lande, solchen Juden, welche mit der kreisamtlichen Bewilligung nicht versehen sein werden, die augedeutete Amtshandlung eintreten zu taffen." Was das religiöse Wesen anbetrifft, so hat allerdings im verflossenen Jahre in den verschiedenen Theilen des Kaiserstaates manche Manifestation vom Aufeinandertreffender Partheien stattgefunden. Während in Mähren mit Einstimmigkeit der Rabbiner Hirsch zu Emden zum Landesrabbiner gewählt worden, hat die Wahl des Oberrabbinen Löw zu Groß, Kanischa für das Rabbinat zu Papa eine ungeheure Aufregung, die bis jetzt noch nicht ihr Ziel erreicht hat, hervorgebracht. Auch wurve der große prachtvolle Tempel in Lemberg feierlichst eingeweiht, und der dortige Prediger Abraham Kohn zum provis. Kreisrabbiner daselbst ernannt.*) *) Obgleich das Jahrbuch auf die Details in den Anstalten einzelner Gemeinden nicht eingeben kann, so glauben wir doch mit folgendem authentischen Berichte eine Ausnahme machen zu dürfen, nicht btos, weit er eine Fortsetzung der Aufsätze in diesem Jahrbuche U S. 71, III S. 73 und Vemberg die größte Judengemeinde im österreichischen Kaiserstaate, sondern weil er auch wirklich von hohem Interesse ist. d. H. „Wer die hierlandigen Partei-Verhältnisse in ihren verschiedenartigsten Farben genau durchsichtet, wem es bekannt, daß selbst die Errichtung der hiesigen Normal Hauptschule, in welcher gegenwärtig 738 Kinder beiderlei Geschlechtes aus^Familien der heterogenste,! Ansichten Unterricht genießen, den Vturm, lauf der Opposition zu bestehen batte, der wird das riesenhafte Unternehmen des Tempelbaues, des ersten und einzigen in Galizien zu würdigen wissen. Die freiwilligen Beiträge zn diesem Baue mir Einschluß der Darleih-Kapitale betragen die Summe von 31,920 fl. 34 kr. C. M. Unter diesen muß der huldvollen Gabe die Se. k. k.Hoheit der durchlauchtigste Erzherzog Franz Carl der Gemeinde mit der gnädigsten Bemerkung spendete, daß sie dieselbe als Zeichen,der Ermunterung in ihren Bestrebungen fortzufahren ansehen möge, vor Allem würdige Erwähnung geschehen.

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