Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 353 (sequence 375)
- Language
- German
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zu Schwarz-Kostelleß. «353 ilitD dieß aus verschiedenen Gründen. Einmal, weil ein solches Institut schon als Unterrichtsanstatt Rückstcht auf die Konfession nimmt, welche zum Nachtheile der Uebeceinstimmung zwischen Lehre und Ausübung außerdem gänzlich unbeachtet bliebe, oder der selbst durch Einmischung eines fremden Elements gerades! nahe getreten wird. Hiebei hat auch die Kollision zwischen Besuch einer öffentlichen und der konfessionellen Religionsschule, so wie der dabei unvermeidliche Zeitverlust in Betracht zu kommen. Und zudem wollen wir es dahingestellt sein lassen, ob nirgends mehr Vorunheil und Gemeinheit bei Lehrern und Mitschülern in kränkende Reden und Handlungen gegen Judenknaben ausarten, und nicht die empfindlichsten Spuren im jugendlichen Gemüthe zurück lassen. Ist jedoch die Rede von Privaterziehern, (Lehrern, Hofmeistern) welche die Lücke, die der Schulunterricht zurückläßt, aussüllen, oder denselben ganz ersetzen sollen, so weisen schon, die gesteigerten Konditionen, welche man denselben zugesteht, auf den Mangel an tauglichen Individuen hin, mc denn die Fälle ziemlich selten sind, in welchen der Herr Lehrer nebst seinen Brotstudien oder literarischen Arbeiten sich auch ernstlich um das bekümmert, was in der Seele des Zöglings vorgeht oder nicht vorgeht. Von der pekuniären Seite, die hier offenbar zum Vortheil des Instituts ausschlägt, und bei gar manchen sehr in Betracht kommt, wollen wir gar nicht sprechen, sicher aber ist es denkbarer, Einen musterhaften Erzieher mit 3—4 Unrerlehrern als 50 oder 100 vortreffliche Hofmeister in einer Stadt zu finden. Jndeß vorausgesetzt, daß sich auch hierüber völlige Befriedigung einstelle, so verbleibt noch immer ein bedeutsames Bedenken.' der Mißklang zwischen der Gesinnung und Gesittung, oder wenn man will dem herrschenden Ton im Hause, und den Lehren, so wie dem Einflüsse des Erziehers. Durch üppige Sitten wird das älterliche Haus heut zu Tag nur allzuoft zum Capua des aufstrebenden jugendlichen Geistes, außerdem wird wohl nicht überall der Grundsatz: „muximum äledetur puoro revorentia" mit der gebührenden Konsequenz